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rante der Droguisten zu Grunde legen, häufig ohne sich um dieReinheit des aufgeführten Ppts. zu kümmern, der Kaufmann suchtdurch billige Preise anzulocken, dem Apotheker muss es daraufankommen, reine Ppte zu dispensiren. Früher kaufte der Technikerseine ehem. Ppte von dem Apotheker, diesem wurde dadurch Gelegen-heit geboten dieselben selbst herzustellen, auch der Droguist kauftesie vom Apotheker, jetzt bezieht der Droguist sie aus den ehem.Fabriken und kann dieselben, weil sein Absatz ein viel grössererist, billiger ablassen als der Apotheker, der sie nur in kleinenQuantitäten verkaufen kann, ja oft gezwungen ist, sie selbst durchdie zweite Hand zu acquiriren, so erleidet er zweifachen Schaden.
Wie leichtsinnig es mancher Droguist mit der Pieinheit seinerPpte. nimmt, sehen wir aus folgender Bestellung eines Droguistenbei einem Apotheker: stellen sie mir eine Eisenchloridflüssigkeitvom richtigen spec. Gew. aus Colcothor vitrioli mit ordinärerSalzsäure zum äusserlichen Gebrauche dar!
Die homöopathische, der rationellen Naturwissenschaft hohn-sprechende Heilmethode Halmemanns schien die Pharmacie demUntergänge entgegenzuführen; dem war nun zwar nicht so, ob-gleich sie dem Wohlstande der Apotheker im Allgemeinen rechttiefe Wunden schlug. Wenn auch die Apotheker homöop. Arzneiennach ärztlichen Verordnungen abliessen, so musste die Zuberei-tung derselben in einem besonderen Zimmer, von einem beson-deren Gehülfen ausgeführt werden; eine Einrichtung, die den ge-lingen Gewinn absorbirte. In kleinen Städten dispensirten dieAerzte meist selbst; vorgebend, dass der Apotheker, der keinenGlauben an die Homöopathie habe, nicht aecurat genug sei, inWirklichkeit aber lagen andere Motive vor; so brachte z. B. ein-mal ein homöop. Arzt einem am Krupp erkrankten Kinde einBrechmittel, das er aus einer allopathischen Apotheke entnommenhatte und aus 3 Gran Brechweinstein und 3 Unzen destillirtemWasser bestand, als homöop. Arznei mit. Ein Anderer verschriebPulver, die nur Milchzucker enthielten und sagte der Patientin, dasssie zu ihm kommen möge, er müsste dem Pulver eine höhere Ver-dünnung, welche in der Apotheke nicht vorhanden sei, zusetzen; dieersten Pulver schmeckten süss (reiner Milchzucker), die, welcheden Zusatz der höhern Potenz erhielten, stark bitter! Das Archivder Pharmacie u. a. pharm, und med. Journale haben häufigsolche sicher nachgewiesenen qui pro quos aufgeführt, für welchenun freilich nicht die Homöopathie, sondern die Einzelnen, diesich solche Täuschungen zu Schulden kommen Hessen, verantwort-lich sind. Ich habe diese Thatsachen hier nur angeführt, um zuzeigen, wie das Selbstdispensiren der Homöopathen zu BetrügereienVeranlassung giebt; doch muss ich zur Ehre der homöop. Aerztezugeben, dass ich unter ihnen auch viele wissenschaftlich gebildete,höchst ehrenwerthe Männer kenne, die aus Uebefzeugung diehomöop. Heilmethode ausüben.
Der Chemiker und die meisten der rationellen Aerzte sehen
fi*