mm vf5>-3s?^
feiß^cfÄ^s BHHIN
50
Lussac ausgeführte Analyse des Kochsalzes, die darthat, dass das-selbe weder 0 noch H enthalte, nicht aus Salzsäure und Natron,sondern aus Chlor und Natrium bestehe.
Wenn nun die Electricität im Stande ist, die chemische Affi,-nit'di aufzuheben, schloss Davy, muss sich die Affinität so erklärenlassen: dass die geringere oder grössere Affinität und die eleotri-sche Spannung auf einer und derselben Kraft beruhen und mussbei chemischen Verbindungen Electricität frei werden und zwarum so leichter, je grösser die Affinität dieser Stoffe ist. Wenn wirKupfer und Schwefel einander nähern, so wird das Kupfer elec-tropositiv und der Schwefel electronegativ, eben so ist es auch,wenn Kalk und Oxalsäure zusammenkommen, der Kalk wird elec-tropositiv und die Oxalsäure electronegativ. Ja Davy ging nochweiter, er behauptete: durch Unterstützung von Wärme vergrösseresich das Electricitätsquantum; nachdem aber die Vereinigung erfolgtsei, höre die Electricitätsentwickelung auf, sobald die positive undnegative Entwicklung sich ausgeglichen haben und sei dieses Aus-gleichen oft von Licht- und Wärmeentwickelung begleitet. DieDavy'sche Theorie lässt sich also so wiedergeben: die Atome derKörper werden durch eine Kraft — die Cohäsion — zusammen-gehalten; durch die Berührung zweier verschiedene Affinitäten zueinander habender Körper entwickelt sich aber eine neue Kraft— Electricität —, welche die Cohäsion der Atome ungleichartigerKörper überwindet.
Ampere und Berzelius stellen andere Hypothesen auf, auf dieeinzugehen uns jedoch zu weit führen würde.
Faraday sucht das Quantum der bei chemischen Verbindun-gen frei werdenden Electricität zu messen und zeigt, dass ein gleichstarker Strom in gleicher Zeil in eine zu zersetzende Verbindunggeleilet, eine dem Atomgewichte gleiche Menge des Elements frei zumachen im Stande sei; also es würden aus Wasser 2 Th. Wasserstoffund 16 Th. Sauerstoff, aus Zinnchlorür 59 Th. Zinn und 35,5 Chlordurch ein und dasselbe Quantum Electricität frei. Nach Faradayverbindet sich die Electricität mit diesen abgeschiedenen Stoffenund erfordert che Trennung aequivalenter Mengen der Stoffe alsogleiche Mengen Electricität, die Electricitätsmenge, welche eineVerbindung zersetzen soll, ist jedoch eine sehr grosse; so scheidetz. B. nach ihm eine Quantität Electrität, die einen Draht von '/lofl ZollDurchmesser zum Glühen bringt, erst den H und 0 von 18 Milli-gramm Wasser ab.
So gross der Einfluss war, den Lavoisiers Theorie auf dieEntwickelung der Chemie ausgeübt hatte, erhielt sie doch ersteine festere Stütze durch die folgende Periode, welche die chemi-sche Statik und die Affmitätsäusserunccen fest zu begründen alsihre Aufgabe betrachtete.
Berzelius stellte eine electrische Spannungsreihe der Elementeauf, die mit dem Sauerstoffe, als dem electronegativsten Stoffebeginnt und mit dem Kalium, als dem electropositivsten, schliesst,so dass das dem Kalium näher stehende Element sich immer