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fast nur die Kunst, unedle Metalle in edle, namentlich in Gold,zu verwandeln, also Goldmacherkunst.
Geber und sein Schüler Dschahir waren es, welche anfingen,den Stein der Weisen zu suchen. Die Idee vom Stein der Weisengehört diesen beiden, derselbe sollte ein Mittel sein, allen Krank-heitsstoff aus dem Körper zu entfernen, ja dem Tode die Machtüber die Lebenden ganz zu entreissen vermögen.
Von dieser Zeit an hiessen die, welche Gold und den Steinder Weisen herzustellen vorgaben, Adepten oder Alchemisten, diemeisten Aerzte dieser Zeit zählten zur Classe der Adepten. Aberauch einen Beigeschmack von Theosophie hatte die Alchemie dieserZeitperiode, der ihr Jahrhunderte lang anhing und der eigent-lichen Forschung hemmend in den Weg trat.
Dass das alchemistische Treiben der Aerzte dieser Zeit An-lass zur Entdeckung vieler neuer Arzneimittel geben musste, liegtauf der Hand. Namen wie Alkali, Alkohol, Camphor, Julep, Kermes,Alkezengi, Looch, Roob, Syrup u. a. m. sind Arabische Benennungen.
Der berühmteste Arzt der Araber, Geber, ein verstümmelterName für Dscliafer el Sadik (der Wahrhaftige), auch Abu —Mussa-Dchafer-el-Safi wurde 697 geboren und starb 765, seinSchüler:
Dschabir-el-Tarsufi (aus Tarsus) beide sind die Verfasser mehrerchemischen Schjriften. Geber kannte den Quecksilbersublimat, denHöllenstein, den Eisensafran, die Salpetersäure und die Verbin-dungen vieler Metalle mit Schwefel. Als Grundlage der edlenMetalle sieht er das Quecksilber und den Schwefel an.
Von Geber und Dschabir existiren eine grosse Anzahl Schrif-ten, nicht allein über fast alle Zweige der Medicin (mit Aus-nahme der Anatomie, da kein Leichnam nach MuhamedanischemGesetze zergliedert werden darf) und Alchemie, welche letzterevon dieser Zeit an mehr Eingang in Europa findet. Die Geber-schen Schriften siehe 2. Abtheilung unter Geber.
Sabur Ehnsahel im 9. Jahrhundert, derselbe schrieb ein Buch,Krabatin genannt, das als Pharmacopoe angesehen werden muss.
Abul Zakeryja Jahja-Ben Maseweih, zwischen 780—875, warder Sohn eines Apothekers. Es gab also zu seiner Zeit undeigentlich schon früher Apotheker unter den Arabern.
Johannitius oder Honein Ben Ishao (um 800).
El Rüzi oder Rhazes (850—923).
Haly Abbas der Magier, oder Ali-Ben-el Abbas, um 950.
Avizenna (Iben oder Ebu Sina) Abu-Ali el Hosein, Ben Ab-dalah, Ben el Hosein Ali, Scheich el Reis (oder Fürst der Aerzte),gestorben 1037, hinterliess ein Werk, in welchem er viele Pflanzenbeschrieb und benannte.
Gebrüder Serapion zu Ende des 4. Jahrhunderts.
Hassan Habatollah-Ebu Talmid im 12. Jahrhundert.
Abulcasein, gest. 1106. Avenzoar, gest. 1162.
Kohen Altar oder Israeli Naruni.