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Fragmente über Recensenten-Unfug : eine Beylage zu der Jenaer Literaturzeitung
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bringen könnten < Va sie entweder ungenosi'en liegen, odernur von denen aufgenonnnen werden, deren Geschmacksie anqemcsicn sind. Wenn also das Publikum auf ciuc sounzrvcydcutigeArtsein Richteramt selbst ausübt, so ist es wohlklar, daß unter Mein, was jemals überflüssiges geschriebenworden, diese Rccensioncn das Ueberflüßigsie sind. -

Und schädlich obendrein! zernagend wie ein Wurm,manche Blüte, die, wenn sie auch nicht immer Frucht an»gesezt hätte, doch das Auge ergözt haben würde; (dennich kenne keinen Gärtner, der cs für nöthig hielte, alletaube Blüten von seinen Obstbaumen sorgfältig abzuschnei-den; ey, die fallen wohl von selbst ab.)

Wie manches Feuer mag sich im Stillen verzehren,wie manches Talent verkümmern, weil sein Erstes Probe,stück kein Meisterstück war, und weil cs in der L. Z. sojämmerlich durchgepeitscht wurde, daß aste Menschen mitFingern darauf zeigten. Es giebt freylich emporstreben»de Genies, deren Federkraft selbst solche Eewaltthätigkei«ten nicht hemmen mögen, aber sie sind selten. Gewöhn«lich rührt der Frost der Kritik die zartesten und kostbarstenPflanzen am leichtesten; und wenn nun die L- Z. auch nureine einzige solche Pflanze hat erstarren machen; wenn sienur ein einziges aufkcimendes Genie unterdrückt hat; wo-durch kann sic den Schaden wieder gut machen? wel-chen zweydcutigcn Nutzen gewahrt sie für ein solches würk-liches Uebel?

Einen unerkannten, aber darum nicht minder großenNachtheil, den solche Nccenstonen schaffen, hat Marino»-

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