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Fragmente über Recensenten-Unfug : eine Beylage zu der Jenaer Literaturzeitung
Entstehung
Seite
114
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Fünfzehntes Fragment.

In welcher Achtung stehen, und standen von jeher,die Recensenten bcy den aufgeklärtesten Köpfen dercwilisirtesten Nationen?

^Manwird mir vielleicht vorwerfen, daß ich in dieserSchrift mit zu weniger Achtung von der Recensentenzunftgesprochen; aber, ich bitte euch, worauf gründet sich Acb-tungiSic ist eine ausgezeichnete Meynung von denVorzügen des Andern,« sagt Feder in seinem Tuche überden menschlichen Willen. Ist denn die Kunst, in Schmä-hungen n la küubsr auszubrechen, ein Vorrug^Dienächsten Ursachen der Hochachtung (eben daselbst) sindin dem Eigennütze, der Sympathie oder dem Wohlwol-len gegen Andere, und noch in einer unmittelbaren Wür«kung, die das Große auf unfern Geist thut, enthalten." Aber gewinnt denn mein Eigennutz bey hämischen Re>censionen? aber kann man denn Sympathie und Wohl-wollen gegen einen Recensenten empfinoen? aber istdenn jemals in einer Recension etwas Großes, das mei-nen Geist an sich zöge?

Jeder Mensch, der weder durch Bosheit noch durchLeidenschaft irre geführt wird, ist immer desto nachsichtchvoller, je aufgeklärter er ist."

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