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Fragmente über Recensenten-Unfug : eine Beylage zu der Jenaer Literaturzeitung
Entstehung
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das Buch schon langst vergessen hat; so ist es klar, daßman sich b! die elende Schadenfreude hat verschaffenwollen, ein wenig boshaften Witz mit sehr geringem Ko-stenaufwand glanzen zu lassen.)Wenn er tadelt, so« sind seine Ausdrücke nie hart, übertrieben, absprecbend,(o Huber!) sondern überdacht und gemäßigt. Vor allenDingen gebe er sich keine ^irs, und hüte sich vor demenkscheisenden Tone, (o Huber! Huber!) den nur klel«ne Critiker annchmen. Wahres Wissen ist furchtsam,und die Bescheidenheit macht es mistrauifch gegen sichselbst; Unwissenheit hingegen spricht kühn ab. Owie bescheiden muß derjenige seyn, der Andere richtenwill, damit er ja nicht selbst Anlaß zum Spott gebe.Die Critik ist nicht die Kunst zu amüsiren, und der Bos-heit Lachen zu bereiten; eine leichte, aber nichkswürdigeund verächtliche Arbeit, zu welcher man nichts bedarf,als Hang zur Satyre, einen großen Vorrath von Selbst-vertrauen, und ein klein wenig Geist, ich meyne abernur jenen erkünstelten Geist, der immer mehr kostet, alser werkh ist."

Nun bitte ich meine Leser, sich einen Augenblick andie Stelle eines Mannes zu setzen, der den Gedanken faßt,Redacteur einer kritischen gelehrten Zeitung zu werden.Sollte er nicht zurückbeben, bcy dem Bilde, welches einMarmontcl von den Eigenschaften entwirft, die alle feineMitarbeiter von Rechtswegen haben müssen? Wievielesolche Männer kann er sich denn schmeicheln aufzufinden? ich behaupte kühn r nichr vre;>! welches Zu-trauen

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