»zugleich dem Talent des Verfassers den Zoll der Hoch»»achkung, den die Aufrichtigkeit von ihm heischt. — Er-»haben über Haß und Rache — die Leidenschaften der»Schwachen, und die Quelle von Niederträchtigkeiten —»verfolgt er nicht auf Tod und Leben, und mit kindischer»Wuth, diejenigen, die das Unglück gehabt haben ihm»zu mißfallen. — (o Huber!) — Er sucht nicht immer»geflissentlich uns nur für gewisse Schriftsteller einzuneh.»men, und Andere zu unterdrücken, die wenigstens zu»eben den Hofnungen berechtigen. — (o Literaturzeitung!)»— Er wird nicht, um sich furchtbar zu machen, alte»Romane aus dem Grabe hervorhohlen, oder sonst ver«»gesscne Schriften, die Niemand ließt, und die auch der»eingeschränkteste Leser im Stande ist selbst zu würdigen;»er hält llch nicht Key Dingen auf, deren Albernheit jeder«»mann in die Augen springt." >— (In diesen lezten Feh»ler fällt die L. Z. sehr oft; und hat sich darinn die Berli-ner Bibliothek zum Muster genommen, die cs eben so mach-te. Ueber elende Schriften, die kaum verdienten erwähntzu werden, gießt man eine lange Brühe von witzigemSport, der freylich bey solchen Veranlassungen sehr leichtist- Ich könnte viele Beyspielc davon anführen, begnügemich aber, der Kürze halber, mit einem Einzigen. ImApril 1796. p. r z;. wird ein Buch ans Sem Grabe hep-vorgeholl, welches 1790 hcrausgekommen, also sechsJahre ach ft-ner Erscheinung, blos um das Vergnügen»n haben, cs tüchtig durchzuhauen. Da dergleichen nunweder zu Nutz und Frommen des Autors geschehen kann,der vielleicht schon todt ist, noch des Publikums, welches
F 5 das