einen leichten Dialog zu schreiben; Hr. H. nennt ihn (inder Rccension des Papagoys) plump, steif und scbüler.h«ft. Hr. S. endlich sagt: ich hatte die wirksame Vermi.sckung des Rührenden und Lächerlichen glücklich zu be-nutzen gewußt; Hr.' H. nennt es: eine Zwftrerart SerRunst, ein weinerlich possenhaftes Schauspiel.
Hat man wohl jemals zwey widersprechendere Ve»urtheilungen gelesen? Und beyde sind von der Literaturzei«tung gebilligt worden, die Eine, indem sie sie laut fürmeisterhaft erkannte; die Andere, indem sic sieeinrückte.Wem soll ich nun glauben? — nach welchem Unheil sollich mich richten? — nach dem von 1790? oder dem von1792? wessen Ausspruch hat mehr Gewicht in der lite-rarischen Welt? der des Hr. Huber? oder der des Hr.Schinck?
Wenn ich die Literaturzeitung um den Zweck ihresDaseyns befrage, so wird sie mir vornehm antworten:Berichtigung des Kunstgefühls, Ausbreitung eines achtenGeschmacks u. s. w. Nun ist aber Einheit des Ganzenein unbezweiftltes Grundgesetz für alle die Gesellschaften,die auf einen gewissen Zweck hinarbeiten; es muß nur EinGeist athmen in Allem was sie unternimmt; es muß nurLine Seele alle ihre Glieder beherrschen. Sobald dieseEinheit mangelt, sobald fallt auch das Zutrauen des Pu-blikums weg. Cs ist nicht mehr ein Rickrerstuhl, dernach festbestchenden Gesetzen spricht; sondern es sind zehnoder zwanzig einzelne Männer, die da loben oder tadeln,nachdem sie es mehr oder weniger verstehen, besser oderschlechter verdaut haben.
Es