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Fragmente über Recensenten-Unfug : eine Beylage zu der Jenaer Literaturzeitung
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Im Jntelligenzblatt des Januars 179;. findet manein solches merkwürdiges Recensentenbekeniilniß. »Ich„weiß nur zu gut," sagt er, »daß der Abstand des Au«„tors und Recensenten, von dem gemeinschaftlichen Rich'„ter, dem Publiko, gleich weit ist."

Sehr wohl! wenn nun aber das Publikum diese scho-nen Worte würklich für Ernst nimmt, und sich jum Rich«ter zwischen Autor und Recensenten aufwirft, so wird aufEinmal ein großer -Haufe daraus, dessen Stimme ungültigist. — So sagt mir doch, ich bitte Euch! wie soll denndas Publikum seinen Nichterspruch bekannt machen? —ich weiß, bey den Göttern! keine andere Art, als die deslauten Beifalls oder Mißfallens. Wenn es dieses oderjenen äußert, so hat es wirklich entschieden, worauf ihreuch demüthig verbeugen und abtreten solltet. Thut ihrdas nicht, so ist es ja offenbare Spiegelfechter^ mit eu-rer Ehrfurcht vor dem Publikum, und ihr zeigt klar, daßihr nur euch selbst für den obersten Richter haltet.

Wenn ich einen Ehstnischen Amtmann sehe, (ras heißthier zu Lande einen Oekonomicverwolter auf einem übli-chen Gute,) wenn ich gewahr werde, wie streng er, sooft es unbemerkt geschehen kann, den armen Bauer züch-tigt, der es wagte, sich über ihn bey der Gutsherrschast zu be-schweren, so fallt mir immer der Recenscnt ein, der esdem Schriftsteller zum Verbrechen anrechnet, sich auf einehöhere Autorität zu berufen, und ich sehe zwischen beidenkeinen anvern Unterschied, als den r der Amtmann n wmtsich in Acht, seinen Unfug im Angesicht des Gutsherrn zu

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