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Fragmente über Recensenten-Unfug : eine Beylage zu der Jenaer Literaturzeitung
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Eilstes pröbgen: Im Jntelligenzblatt vom InstenNovember 95. fallen sie über den armen Herausgeber desNcichsanzeigcrs her, weil er sich die unverschämte Frey>heit genommen, einen Irrthum der L. Z. aufzudcckcn. DenJrrthum selbst können sie freylich nicht ableugncn; aberwie helfen sie sich? — mit der elenden Ermahnung: „er»solle doch nicht so viel Lärm um Nichts machen."

Zwölftes Pröbgen: April 96. entschuldigt Necenscntauf eine drollige Art die Bitterkeit einer Reccnsion. (Siebetraf Rebmanns Nelkenblatter.) Er mepnt, der Verfas-ser habe ihn dazu gereizt. Weiche elende Entschuldigung!Darf eine Nccension denn jemals bitter scyn? ist Unpar-kheylichkeit nicht die Erste Pflicht des Reccnsenten? undgiebt es Unparrhcylichkeit ohne Lalre'k

Dreizehntes Pröbgen: Ich will hier unter dem Na-men: leise berührende Recensionen, einige anführcn, dieda beweisen, daß die Herren auch schonen können, wennsic ihre guten Gründe dazu haben. Dahin gehören: dieNccension von Bianca und Leriko; die von SchreibersRomantischen Erzählungen; die von des Herrn vonLütgendorff Schriften; die einiger höchst mittelmä-ßigen Erdichte von Eöthe in Schillers Musen - Aimanach;die des Dolchs von Grosse; die von Gollers Schauspie-len, an denen sic gerade zu Dinge loben, die sie an denMeinigen verwerfen; die der cietenur, wo sie die sonstso oft verschmähte „Abwechselung der komischen Auftrittemit rührenden" in Schutz nehmen; die des neuen franzö-sischen Theaters von Huber; u. s. w. u. s. w.

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