Er hat (wie wir alle) vermuthet, daß die unmas-slge Länge der Necension der Horen, doch wohl einen de.sondern Grund haben müsse; diesen Grund konnte er un-möglich in der Vorlrefflichkeit jener Gcspensiermahrgen fin-den, folglich mußte er ihn in etwas Anderem aufsuchen,und da blieben ihm nur zwey Wahrscheinlichkeiten übrig:entweder die Necension war bezahlt worden, oder es warein Freundschaftsdienst. Um nicht auch ex leZe ckiffa-nmii belangt zu werden, will ich das leztere glauben, denncs ist doch wohl keine Injurie, die Herausgeber der Freund,fchafl fähig zu halten?
Freylich , in Rücksicht des Publikums gilt es gleich-viel, mit Geld oder Freundesdank bezahlt zu werden. —Doch ich will nichts voraussetzen, als was mir unumstöß.lich gewiß scheint, nemlich:
Bey der Recension der Horen haben andere Be-rvegungsgründe als Sie gewöhnlichen concurrirt; ichmeyne solche, die nicht auf die Literatur Bezug haben,übrigens gleich viel welche. Können die Herausgebermit gutem Gewissen das Gegentheil behaupten? Könnensie würklich leugnen, daß sie sich die auffallendste Parlhey,lichkeit zu Schulden kommen lassen? — Ob sie Lob undPreiß für Geld oder für etwas Anders im Uebermaaß aus«gelheilt haben, das gilt dem Leser gleichviel, genug, er wirdhlntergangen.
Würklich, man bedauert Hr. Forberg recht herzlich,wenn seine Lage ihn nöthigt zu erklären: daß er unterNnverhaltnisimäsiigkeit der Recension nur einen Guanti-tatsbegriff, keinesweges aber einen Gualitätsbtgriff habe