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Fragmente über Recensenten-Unfug : eine Beylage zu der Jenaer Literaturzeitung
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ler augenblicklich in den Worten: da vermogten nicht län-ger n. s. w. gefunden haben würde.

Ein drittes Pröbgen, von der herben Wahrheit,daß Rccensentendünkel sich wohl mit Sprachschnitzern ver-trage. In der Recension des Magazins merkwürdigerRcisebeschreibungen heißt cs: „Oie Rückreise des Berfas-„fers nach Europa macht nicht minder einen interessanten„und noch nickt gelesenen Theil des Buches aus."

Wie kann der Recensent diese Rückreise interessantnennen, wenn er den Theil des Buches noch nicht gelesenhat? — denn das sagt er doch im Grunde, ob er gleichEtwas anders sagen will. — Ferner: „wenn dereinst„in Ncuholland eine blühende Kolonie gestifftek sepn wird,„die vielleicht viele von den Inseln des indianischen Mee-„res sich unterwürfig gemacht bat" — welch' eine fehler,hafte Construction! — Man wird nur viellkic.,? ein we-nig Mikrologie vorwerfen; aber man bedenke, da? ich vonund zu einem Recensenten spreche, der sich die Miene giebt,Alles besser zu wissen, und folglich auch strengere Rechen-schaft ablegen muß

Viertes pkäbgen, aus einer Posaunen-Recension,welche in ganz Deutschland den höchsten Unwillen erregthat. Man erräth sogleich. daß ich von der Recensionver -yosrll svreche. Die Ankündigung dieser Monatsschrifthatte einige Aehnlichkeit mit dem berühmten Manifest desH rzogs v. Br., und ließ nichts weniger als ein Riefen-werk erwarten, vor dem sich alle die kleinen, bunten Jour-nale demüthig verkriechen würden. Die Aufmerksamkeitdes Publikums war ungewöhnlich hochgespannt, aber —

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