Druckschrift 
4 (1903) 1085 bis 1096
Entstehung
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473
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Urban'sll. Zusammentreffen m.Mathilde, m. Kreuzfahrern, Einzug in Rom. 473

wir sahen, daß da eine so große Nichtswürdigkeit vor sich gehe.Aber nichts Anderes haben wir thun können, als daß wir flehten,daß vom Herrn die Rache dafür geschehe" — schloß der Bericht-erstatter"). Immerhin ist es keineswegs ausgeschlossen, daß schondurch die nur vorübergehende Anwesenheit solcher durch den AufrufUrban's II. in Bewegung gesetzter bewaffneter Schaaren in Romder Machtbereich der Anhänger des Papstes Clemens III. Ein-schränkungen erfuhr, daß für Urban II. der Boden mehr befestigtwurde, so daß er ohne weitere Bedenken es wagen durfte, sich aufden Einzug vorzubereiten").

In dieser Weise vermochte Urban II., nach einer Abwesenheitvon weit über zwei Jahren, am Ende des Jahres ohne Störungin Rom einzutreten. Freudig berichtete er kurz darauf dem Erz-bischof Hugo von Lyon, wie er mit Mathilde bis zur Stadt ge-langt und darauf in feierlicher Weise von einer sehr großen Mengeeingeholt und in die Stadt geleitet worden sei; diese habe er nunzum größeren Theile inne"). Bloß die Engelsburg wurde stetsnoch von den Gegnern für Clemens III. besetzt gehalten, und wenndas noch für Urban II. eine peinliche Hemmung darstellte, so warer doch nicht gehindert, das Weihnachtsfest auf das prächtigste mitseinen Cardinälen in Rom zu begehen").

") Im Anschluß an die Stelle in u. 8 erzählt das Fulcherius (I. e.), derda Widert als xapa stoliäus bezeichnet und dazwischen den Satz einschiebt:In arcs gutem uua basilioas iueraut bomiues äomui llrbaui, gui eam aolli-cite eustoclisbaut in eiusctsm üäelitatsm st aäversautibua sibi, prout poteraut,obsistebant und Alles als Folge der Störungen durch die Wibcrtiner be-zeichnet: Xso mora äsiuäe taeta, multi gui uobiseum iUuo usgus perveusrautaä clomos suas iguavia marciäi rsäieruut.

") Grcgorovius, Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter, IV, 275 u.276, hebt hervor, wie Wohl der Durchmarsch der Kreuzfahrer von Vortheil fürUrban II. in Rom sein konnte, indem sie wahrscheinlich einige Thürme undFesten für ihn eroberten und sesthielten: nur läßt er irrig auch Clemens III.selbst jetzt gezwungen aus Rom hinweggehen.

^) Urban II. fährt nach den Worten von u. 9 in 9. 5678 fort: urbembonsstissims eum procsäeutium stipatious kregusutissima introivimus; urbemipssm majori jam ex parts babemus.

^) Bernold beginnt den Jahresbericht von 1097 mit: Domuus xapataiulem aä apostolicam ssäem cum magua gloria et tripuäio rsvsraus, uati-vitatem Domini Domas eum auia caräiualibus glorioaisaims oelebravit, guippstota urbs Domaua pene sibi subjugata, praeter turrim Oresoeutii, iu gua aä-duo latitabaut IVibsrtiui (465). In allgemeinen Worten feiert Donizo, 1. o.,v. 824 ff., im Anschluß an die Aussage m u. 9, Urban's II. Sieg, wie er diecatbeära Dstri . . . guam prava Ouiberti ssssio poliusrat reinigte: 6slebrsiliius uomsn crsseebat maxims Domas. DIsbs suseepit sum, pepulit Do-maua Ouibsrtum. Djsetus usmps koris Urbem, stars Davsuuas assiäuecaspit (etc.: also irrthümliche Annahme, Clemens III. sei persönlich jetzt ge-wichen) (I. v., 395 u. 396). Auch noch später schrieb Otto von Freising,Okrovicou, Dib. VII, o. 6, von diesen Dingen: Vsrum Urbauus a ooueilioOlarsmoutsusi rsgressus, auxilio sorum, guos aä lerosolimitanum iter ac-ceoäsrat, Ovibsrtum ab Urbs, exeepto eastro Orsseeutii, sjseit ssäemgus xro-priam reeepit (88. XX, 251). — Daß 9. 5675, Urban's II. Schreiben an KaiserAlexios, das diesen von der bevorstehenden Ankunft eines Kreuzheeres in