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4 (1903) 1085 bis 1096
Entstehung
Seite
474
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Während in solcher Weise, durch das Gelingen der allerdingsanfangs noch ganz zerstreut, ohne inneren Zusammenhang vor sichgehenden Rüstungen für den durch Urban II. in das Leben ge-rufenen Kreuzzug und durch die immer weiter vorschreitende Ein-engung der Verfügung der Anhänger des kaiserlichen Papstes überRom, die Stellung des von der unendlichen Mehrzahl der Gläubigenanerkannten Papstes immer größere Befestigung gewann, dauertefür Kaiser Heinrich IV. die Einschränkung auf den seiner Würdeso ganz und gar nicht entsprechenden Machtbereich, in dem engumgrenzten Abschnitte oberitalischen Landes, immer noch fort.

Allerdings begann sich die Möglichkeit einer Lösung aus dieser

Roth endlich zu eröffnen.

Heinrich IV. ist ohne Zweifel auch in diesem Jahre noch

immer in dem Umkreise geblieben, der seit der Niederlage von1092 seine Aufenthaltsorte umfaßte: Verona, Padua sind als solchevon neuem für den Kaiser bezeugt"). Es wird auch nicht zu be-zweifeln sein, daß die Anstrengungen, Venedig zur Unterstützungder kaiserlichen Sache heranzuziehen, fortdauerten. Dazu aberwandte sich Heinrich IV. neuerdings, wie er schon 1092 versuchthatte"), nach der Seite von Ungarn hin.

König Ladislav hatte in den achtzehn Jahren seiner Re-

gierung ") sehr Großes für Ungarn erreicht. Nicht nur warKroatien, allerdings ohne die Meeresküste, durch ihn erobert unddas „Land jenseits des Waldes", wie es hieß, das später so-genannte Siebenbürgen, zu Ungarn herangezogen worden; auchauf gesetzgeberischem Gebiete hatte der Ausbau der Ordnung Fort-setzung gefunden, in Verfügungen, die sich besonders auf die Kirchen-zncht bezogen, dann in Bestimmungen strafrechtlicher Art"). Ladislavhatte einen letzten Kriegszug gegen Böhmen unternommen und dabeireiche Beute davongetragen, auch in einem ehrenvollen Frieden eineneue feste Grenze auf der Seite gegen Mähren gewonnen ^). Dann

Kenntniß sehen und UNI dessen Unterstützung bitten sollte, nicht echt ist — nochRöhricht, Geschichte des ersten Kreuzzugs, 23, führt dasselbe an —, erkenntHagenmeycr, Die Krcuzzugsbriefe, 7 u. 8, im Anschluß an des Grafen Riantkritische Leugnung, jetzt gleichfalls als richtig au, während er noch 1898,Byzantinische Zeitschrift, VII, 435, die Glaubwürdigkeit vertheidigt hatte.

") Bon diesem Jahre liegen 8t. 2933 — Veroos — und 2934 — Vactume8t io Italia Verona, io owoustsrio saocti Zsnooio . . . Oats, est Uatavii —vor, die Stumpf zum Februar und zur zweiten Hälfte des Jahres ansetzt.Aber Kilian, Jtinerar Kaiser Heinrich's IV., 121, macht wahrscheinlich, daß8t. 2933 wegen der Angabe im Datum: a. iiopsr. 13. eher gleichfalls nach dem31. März anzusetzen ist.

Vergl. ob. S. 379 u. 380.

"0 Bergl. Bd. III, S. 134, in o. 53, über das Jahr des Regierungs-antritts.

Vergl. über Ladislav Büdinger, Ein Buch ungarischer Geschichte 1058—1100. 64—95 u. 104—126, sowie Huber, Geschichte Oesterreichs, I, 317—328.

"h Die allerdings nicht gleichzeitige I-ageoäu s. I-ruIisiai regis Iluogariae,e. 7, berichtet: kius rsx urgsnts ragni aui ooesnnitate oootra Loboinon inexpeäitiooem protsatnn ent, ubi rslormata ouio bonors 8no paco, llum jam