Vorwort zum vierten Bande
Der hier vorgelegte vierte Band der „Jahrbücher Heinrich's IV."unterscheidet sich von den früheren mehrfach durch die anders ge-wordene Beschaffenheit des Quellenstoffes. Bei der zweiten langenAbwesenheit Heinrich's IV. in Italien verschwindet in den späterenJahren die Persönlichkeit des Kaisers theilweise fast völlig, währenddie weltumfassende, den Kaiserthron ganz zurückdrängende PolitikPapst Urban's II. doch nur insoweit berücksichtigt werden durfte,als sie sich mit der Entwicklung des deutschen Reiches berührt.Dadurch sind mehrere Jahresabschnitte dieses Bandes, zumal überdie Jahre 1092 bis 1095, ziemlich wenig umfangreich geworden.Anderentheils wurde S. 456 in n. 29 und S. 481 in n. 30 daraufhingewiesen, daß von den Ereignissen des ersten Kreuzzuges nurausgenommen wurde, was auf den Boden des deutschen Reichesund seiner nächsten angrenzenden Gebiete fällt. So können die demdeutschen Reiche angehörenden theilnehmenden Fürsten, die sich javom deutschen Boden in ihren letzten Bestrebungen gänzlich ablösten,nur eine Strecke weit — mit dem Weggange der Kreuzfahrer ausEuropa ist da abzuschließen gewesen — in eingehender Weise, alsoeinzig durch Ungarn, begleitet werden: die erheblich stärker wirklichvon deutschen Kräften getragene Unternehmung des Jahres 1101wird in höherem Grade als ein Ganzes zu behandeln sein —, undauch bei den für die Gesammtgefchichte des großen Heerzuges fastnicht in Betracht kommenden „Bauernkreuzzügen", mit ihrem reinnegativen Ausgange, die zumeist noch für die deutsche Geschichteübrig bleiben, ist für die französischen Abtheilungen erst der Augen-blick, wo sie in Deutschland handelnd auftreten, als Ausgangsstellezu nehmen.