Dichterische Klage aus dem St. Laurentius-Kloster zu Lüttich. 465
Kirche von Würzburg, die nicht einmal die Asche ihres flüchtigenBischofs zur Bestattung erhielt, diejenigen von Worms, die beimLeben des mit ihr Vermählten einem Ehebrecher dienen muß, vonAquileja hinzu"). Aber überhaupt wäre es ein Langes — meinter —, alle Kirchen aufzuzählen, die der Jrrthum in sich herein-ziehe, wie denn mit der Zerreißung des Hauptes, des römischenSitzes, der ganze Leib geschwächt werde. In den beweglichenWorten des Jammers wendet er sich danach wieder Lüttich zu,dessen laut gepriesene Schönheit und Pracht dahin gegangen sei,seit Bischof Heinrich starb: so konnte es eben geschehen, daß un-würdige, früher von gerechter Strafe betroffene Männer, ein Wol-bodo an Stelle des erprobten Berengar, ein Liupo in die Abteiendurch den in das weiße Fell gehüllten Wolf — Bischof Otbert —eingesetzt wurden °°). Aber endlich kommen noch weitere Klöster
Metz 1078) — äs 8tspbauo loguor, oervars gui novit ouam rem pontiüesmqussuum rspoooit. 1ro8 8udrogato8 otravit opiooopoo (vergl. ob. S. 41 in n. 75,a. E-1, st tune rsäuxit pontiüoom suum. Vskunotuo sst nune altsrumqus(vergl. ob. S. 404 über Bischof Poppo) martir si oimilsm tustur (634 u. 635).
") O. o., v. 49 ff., zählt auf: Xuno usgus lugono Lsrbipolw antiotitsinäeüens vsnsrabilsm, guoä tünetus 68t exul, nee eius vel oinsreo babuit 8S-pult 08 (vergl. ob. S. 288 über Adalbero's Bestattung in Lambach), ült oivi-tstsm Van^ionum viäeo? Vlvsnte 8 pon 80 esrvit aäultsro (es ist da wohl anden dem dritten Adalbert gegenüber gestellten kaiserlichen Bischof Eppo zu denken,den das Lüron. I-aursabam. für einen nach 1090 in Lorsch geschehenen Vor-gang, die Erhebung der Gebeine des Klosterpatrons Nazarius, erwähnt: vsns-rabilio bllibo VVormacisnoio spiooopua, in lioo ip8um svooatus, in säitioriloeo ants aseolsoiam oaneti Nartini eonsi8tsn8 oaputqus bsati martzuto rs-vsrenter ownibuo o8teoäsns . . . ait, 88. XXI, 423). 8ei88ain äioos8in Dimavivir ouub bioo tsnst, binc aänltsr (für Aquileja ist freilich zu dieser Zeit einzigüdalrich als Patriarch bekannt) (635).
°°) I-. e., v. 65 ff, bringen nach der allgemeiner gehaltenen Klage (v. 57—64) eben die Anrede an Iisoäium osäes und die Ausführung über BischofHeinrich: 8i vivsrst nuue, äs tsnsbris lupi uon proäüooent, qui woäo euroi-tant, nee pudlioam espi88st areem (Publimont in Lüttich, in welchem Stadt-theil das St. Laurentius-Kloster sich befand), qui msrito luit inäs pul8U8 (oe.Wolbodo, den Heinrich 1075 abgesctzt hatte: vergl. Bd. II, S. 517, n. 86,Bd. III, S. 276 in n. 81). Vs8titu8 abba pslls lupuo moäo eum lu8ts longooervat ovilia vsrusqus pastor vult viäsri; 8kä lupuo ip86 lupio looum äat(Otbert ist hier gemeint), tzuom tu lugara8 läaopanias lupuin (den Liupo, denHeinrich — vergl. ob. S. 367 — aus dem in der Landschaft Hcsbaye liegendenKloster St. Trond entfernt hatte), in nootra rur8U8 inioit ovilia oum kubliei wontisIsons (d. h. Wolbodo, dem Inhaber des Klosters zu Publimont), qusm meliorpopulit 8uosräo8 (so. Bischof Heinrich). Xdbus prodatuo (Berengar) longiuo sxulat,inäigna PU88U8 oum inonaolno 8ui8 guv8 uoqus tune proosno Karin, matsr, utS8t, kovet asäs parva (in dem prioratno unua props oivitatsm ksmsnosmEberneicurte, den Abt Theoderich von St. Hubert nach Rupert, I. o., o. 47— l. e., 278 — Berengar eingeräumt hatte) (635 u- 636). Dann bringt Ge-dicht X (Hase ekkata Osi matsr aä liaso ait), in llebcreinstimmung mit derErzählungRupert's, co. 44—49 (I. o-, 276—279), wieder die gleichen Vorgänge,von dem Wechsel der Dinge im St. Laurentius-Kloster von der Zeit des BischofsHeinrich bis zu der Otbcrt's, und Gedicht XI führt den heiligen Laurentiusvor, der selbst sich beklagt, jetzt sei sein Peiniger Dccius wieder erstanden: XamPNMU8 L88ultu8 tuli I,soäisll8i8 8zimoni8 (v. 29 u. 80) (636—639).
Meyer von Knonau, Iahrb. d. dtsch. R. unter Heinrich IV. II. V. Bd. IV. 30