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1095.
Auch vom Boden des deutschen Reiches waren Vertreter an-sehnlicher Kirchen in Piacenza anwesend. Erzbischof Thiemo vonSalzburg und Bischof Udalrich von Passau waren aus Baiern ge-kommen; ebenso hatte sich Bischof Gebehard von Constanz ein-gefunden *b). Dann ordnete Urban II. von Piacenza aus, wo erdurch den ganzen Monat März und bis in die ersten Tage desApril blieb, in einer Reihe von Verfügungen Angelegenheitendeutscher Klöster und Kirchen, zuerst schon gleich am Tage nach demSchluß der Versammlung, am 8. März. Der schon 1089 erwählteAbt von Reichenau, Udalrich, der sich gleichfalls zur Synode ein-gefunden hatte, empfing jetzt durch Urban II. selbst die Weihe, inGegenwart des Bischofs Gebehard, mit dem Udalrich's Klosterwegen des Herrschaftsrechtes über die Insel im Streite lag. Dannerhielten am 8. des Monats die Klöster St. Georgen und Hirsau,am 10. St. Peter, die neue Gründung Berchtold's, auf EmpfehlungGebehard's, seines Bruders, päpstliche Bestätigungen; am 11. wurdeGraf Robert von Flandern ermahnt, dem Bischof Lambert vonArras hülfreich zu sein, und Walcher, der Erwählte von Cambray,gewarnt, der Kirche von Arras Schaden zuzufügen"). Dagegen
die in n. 5 citirte Rsc. L., a. 1099 (ebenso im Hiorosolxmita, sä. Hagenmeyer,81—83): Alexius Imperator donstantinopolitanus super barbaris prsäouibus,per mchorsm jam regni sui partsm cliüusis, uon pauoas opistolas IlrbnoopÄpas äirexit, guibus in äsksusionom orisntalium aseelssiarum se non suk-tiesrs üsploravit, obtsstnus totum, si ösri possst, oeeiäsntsm, gui zam exintogro obristirma proksssions censsrstur, sibi in achjutorium aävooari, pro-mittens per ss ounota nsesssaris. prnsliaturis terra marigus ministrari (88. VI,213) (vergl. andere Zeugnisse über Verkehr Urban's II. mit Alexios aus Bernold,ob. S. 199 in n. 9 u. S. 273 in n. 60, S. 338 in n. 9). Vcrgl. darüber,daß später wirklich aus Piacenza Kreuzfahrer, voran Bischof Aldo (vergl. ob.in n. 4), aufbrachen, doch nach Jerusalem, nicht nach Constantinopel, Xrobivssäs I'Orisnt latin, I, 395—401. In den Xrcbires cie 1'Orisnt latin, I, 105—107, bezweifelt Graf Riant, daß die Verhandlungen der Synode von Piacenzawirklich in genaueren näheren Beziehungen zur Kreuzzngsunternehmung standen.
12 ) Auch das ist von Bcrnold (462 u. 463) bezeugt.
") Von Udalrich Abt von Reichenau bezeugt das Bernold, nachdem erihn schon a. 1088 kurz erwähnt hatte (vergl. ob. S. 256); dazu fügt erbei: oui (so. Ilocialrieo) in piAssentia Oonstnutisnsis spisoopi omnsm spisco-palsm potsstatsm in olerum ot xopuluw Xugisnsis insulas intsräixit, guawcluäum Oonstantionsi spiscopo oonesssit (vergl. ob. S. 253: ganz im Gegensahdazu behauptet Gallus Oehem, in einer Beifügung zu Bernold's herüber-genommener Aussage, von Papst Urban II.: unä morst im (so. dem Abte) äieir^bnittsn üss Zotsbuses, Ausgabe Brandi's, 102); abbas tarnen Ule noamulto post äs lila potsstato ss intromisit; unäs gnsrimonia kaeta ab episoopo,üomnus papa UIum missis literis ab buiusmoäi prassumptions itsrum eom-psseuit (463); Henking, Gebhard III., Bischof von Constanz, 1084—1110 , 57,macht gewiß richtig darauf aufmerksam, daß die Verzögerung der Weihe seit1089 wohl mit dem Streite um die Insel Reichenau zusammcnhing und Gebe-hard, da das Kloster nicht nachgab, die Weihe verweigerte.. Urban's II. 3.5542und 5543 sind für St. Georgen und Hirsau, 3. 5545 für St. Peter (vergl. inden durch Baumann, Freiburger Diöcesan-Archiv, XIV, 70 ff., herausgegebenenannalistifchen Auszeichnungen auS St. Peter, 71 u. 72, die Darstellung, nachder Gebehard geradezu oum oonsitio st auxilio tratris sui, ctuois Lsrobtoläi,zur Synode gegangen wäre, um St. Peter dem Papste zu empfehlen); vom11. März sind 3. 5546 und 5547.