Papst Urban's II. Synode von Piacenza.
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Von König Philipp I. von Frankreich war gleichfalls eineGesandtschaft in Piacenza erschienen. Der König ließ durch die-selbe melden, er habe die Reise zur Synode zwar begonnen, seiaber in rechtsgültiger Weise davon abgehalten worden, so daß dieSynode bei Urban II. Fürbitte für Erstreckung einer Frist bisi Pfingsten einlegte. Dagegen erfolgte über Erzbischof Hugo von- Lyon die Suspension vom Amte, da er trotz seiner Einladung zur^ Synode davon fern geblieben war und auch keinen Gesandten stattseiner selbst, mit rechtsgültiger Entschuldigung, abgeschickt hatte").
Aber die bezeichnendste Erscheinung, die so recht die Wendungder Dinge gegen den Kaiser in sich darstellte, war, daß jetztPapst Urban II. auf seiner Synode auch eine Gesandtschaft desKaisers Alexios von Constantinopel zu empfangen in der Lagewar, nachdem schon vorher Briefe mit Hülfsgesuchen von dort beiihm eingelaufen waren. Alexios ließ jetzt durch diese Boten derSynode die flehentliche Bitte vorlegen, der Papst und alle Christ-gläubigen möchten ihm einige Hülfe zur Vertheidigung der heiligenKirche bringen, da die Ungläubigen diese schon in der Gegend vonConstantinopel fast vernichtet hätten, wie denn jene Landschaft bisan die Mauern der Hauptstadt schon eingenommen sei. Urban II.ermunterte nunmehr Viele zu dieser Hülfeleistung, und sie ver-sprachen eidlich, mit Gottes Beistand dorthin gehen und nachihren Kräften Kaiser Alexios treulichst Beistand leisten zu wollen").
Eupraxia spricht Krug, in dcr ob. S. 217 in n. 38 erwähnten Abhandlung,die allerdings unvollendet ist und besonders von der Trennung Hcinrich's IV.von Eupraxia nicht handelt. Krug sagt, 603, daß nach Nestor, der die Eupraxiajedenfalls persönlich kannte, diese im December 1106 zu Kiew Nonne gewordenund am 10. Juli 1109 gestorben sei, worauf sie im Petscherischen Kloster be-graben und auf ihrem Grabe eine Kappelle errichtet worden sei. Von deutschenBerichten kommen wieder die ^.nnal. 8. Oisiboäi, 1. e.: Regina reveroa sst inregivnem ouam, et ingrsWa mouastsrium, laota est abbatissa, nt quiäamckicunt, und ^nnal. Ltackena., I. e.: Regina vero rsvsrsa S8t in Ruoiam etmouaatsrio 86 maneixavit et taeta S8t tanckem abbatiasa in Betracht.
") Das Gleiche ist der Fall hinsichtlich der Botschaft König Philipp'? I.und der Suspension des Erzbischofs Hugo kl. e.). Luhe, Hugo von Die undLyon, Legat von Gallien, 100, n. 1, erörtert diese jedenfalls nicht schwertreffende, vielleicht die — nachher vollzogene — Wallfahrt nach San Jagodi Compostella in sich schließende Kirchenstrafe Hugo's und ihre Ursache, undLangen, I. e., 189 n. 2, macht mit Recht darauf aufmerksam, daß schon darumdiese Suspension nicht sehr ernstlich gemeint sein konnte, weil Urban II. schongleich danach, 9. März, noch aus Piacenza, in 4. 5544 eine Streitsache an Hugoals an den legatua I-ugckuneoma wies.
*2) Bernold, der wieder allein hievon spricht, drückt den Inhalt der Bot-schaft aus Constantinopel so aus: ut aliquock auxilium aibi ( 80 . imperatori,der die legatio Oonatantinopolitana schickte) contra pagancw pro cketensionssanete eeeleois oonterrent, quam pagani jam psne in Mio partibua ckelsveraut,gui parteo illaa ack muros Lonstantinopolitanae civitatio obtinuerat (462).Guibert, Abt von Nogent-sous-Couci, sagt in seinen 6s8ta Des per Rraneos,I-ib. II, e. 1, von Urban II.: gnum ab älexio, 6raseorum principe, rnagnisbonoraretur sxsniia et preeibuo quickem, osck multo propsnaiua generaliedristianitatia perieulo pulsaretur (Revusil ckso biotorisua äe» eroisackes, Hi8t.Oecickeut., IV, 135). Von Briefen des Kaisers Alexios an Urban II. spricht