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4 (1903) 1085 bis 1096
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1087.

Doch auch in Speier kam es, als am 1.« August hier derKaiser, begleitet von der Kaiserin Bertha und dem Sohne KönigKonrad — der bischöflichen Kirche wurde da die Abtei Hornbachgeschenkt —, mit den Fürsten aus beiden Lagern sich vereinigte,damit aus der gemeinsamen Berathung der Friede dem Reiche ent-stünde, nur zu noch ärgerer Entzweiung. Die anwesenden An-hänger der an Gregor's VII. Andenken sich anlehnenden Auffassungwaren gerade die nachdrücklichsten Bekenner ihrer dem Kaiser ent-gegengehenden Ueberzeugung und stellten so an diesen eine Forderung,die für ihn gleichbedeutend mit dem gänzlichen Verzicht auf diebisherige Stellung in Italien, mit der Preisgebung seines PapstesClemens III. gewesen wäre. Nachrichten über das inzwischen inRom Geschehene, daß Papst Victor III. die von Gregor VII. ge-troffenen Maßregeln neu ausgenommen habe, sowie Zusicherungenaus Ungarn scheinen diese Fürsten in ihren Forderungen bestärktzu haben. Heinrich IV. sollte nämlich — so lautete das Be-gehren — von vorne herein, wenn eine Aussöhnung stattfindenmöchte, einräumen, daß er sich als von der Kirche ausgeschlossenbetrachte, und sich um die Aufhebung des Bannes bewerben; umden Preis solcher Unterwerfung wollten sie ihm dann gern Beistandleisten. Das konnte der Kaiser von seiner Stellung aus, die erseit der Kaiserkrönung angenommen hatte, nicht zugestehen. Aller-dings scheint auch von seinen Anhängern die Haltung, die er hiereinnahm, nicht völlig gebilligt worden zu sein; wenigstens sprichtsich eine Erzählung, die ganz kaiserlich gesinnt ist, so knapp wiemöglich und mit unverkennbarem Bedauern aus. Das aber standsicher fest, daß mit dem Scheitern dieses Versuches die Entzweiungwesentlich verschlimmert worden war, und der Kaiser schrieb auchgleich aus Speier eine Kriegsfahrt auf den nächsten 6. October,acht Tage nach dem Feste des St. Michael, aus^).

Kuno vergl. 1. c., S. 212 n. 66): es muß offen gelassen werden, wie inzwischendie Grafschaft über den Gau an Hermann gekommen sei, ebenso, was für eineParteistellung derselbe — vielleicht eine gewisse Zwischenstellung — einnahm.— Wenn Heyck weiter noch, 148 u. 149, die aus der Relativ Lnrcbaräiunter 2. stehende lange Zeugenreihe (Ausgabe Baumann's der AllerheiligerUrkunden, Quellen zur Schweizergcschichte, III, 1, 16 n. 17) der schon ob.S. 121 in n. 32 genannten Beurkundung der Erneuerung von Vergabungenan Kloster Allerherligen durch den Grafen Burkhard von Nellcnburg, vom4. Juli, zu Schaffhaufcn, als „eine größere Landesheerschau der Partei", durchBischof Gebehard, also gegen Heinrich IV., beranzieht, so ist es allerdings sehrbemerkenswerth, daß neben den Aebtcn Wilhelm von Hirsau, Siegfried vonAllerheiligen, Heinrich von St. Georgen, Thcoderich von Petershausen auch Berch-told und Welf, dann Berchtold von Rheinfelden, der Gegcnherzog von Schwaben,und zweiunddreißig Herren aus neun schwäbischen Gauen, vom Breisgau west-lich bis zum Jllergan östlich, darunter (vergl. Bd. III, S. 572) Leim Thurgau:^äslgori äs Nnrststin, Väslgor: lilius eins, und aus dem fränkischen GauSwalafeld ganz weit nordöstlich, hier beisammen waren. Wie und ob aberdiese Versammlung mit dem „neuen Friedensversuche" zusammenhing, ist durch-aus nicht zu erklären.

6) Von dem Speirer Tage sprechen ganz kurz, ohne das Angedeuteteirgendwie näher auszusühren, ^.nnnl. Vagnst.: 8pirsnss eoneilinin male in-