Abermaliges Scheitern d. Unterhandlungen; Stellung d. Königs Wratislav. 163
Daß dieses Aufgebot voran wieder gegen die Sachsen berechnetwar, verstand sich von selbst. Aber in diese bevorstehenden Ereig-nisse griffen nun noch weitere Beziehungen, aus den Gebieten vonder Ostseite des Reiches, ein.
Für die Förderung der Absichten des Kaisers gegenüber seinenGegnern, sowohl auf sächsischem Gebiete und in dessen, sowie inden thüringischen Marken, als auch in den Markländern desbairischen Stammes, war die Unterstützung des zur königlichenWürde emporgehobenen Böhmenherzogs Wratislav stets von be-sonderer Wichtigkeit. Die 1085 eingetretene Erhöhung der StellungWratislav's, die durch die Königskrönung, wie sie in Prag voll-zogen wurde, bestätigt worden war, erlangte besonders dadurch einenoch größere Tragweite, daß unter der Herrschaft über Böhmenauch der Anspruch auf die Beherrschung Polen's in den königlichenTitel ausgenommen erschien. Zwar war die Königswürde fürBöhmen an Wratislav nur für seine Person verliehen, und es blieben,während wohl der Tribut hinwegfiel, die Verpflichtungen zur Heer-fahrt für das deutsche Reich, zum Besuche der Hoftage, die Be-lehnung, der Gerichtsstand unverändert aufrecht; aber durch dieErwähnung einer Ertheilung der Königswürde auch für Polen hattedoch das Ansehen Böhmen's vor demjenigen Polen's entschiedensich gehoben. Es war die Nachwirkung davon, daß 1079 der pol-nische Gebieter Boleslav infolge seiner Flucht seine angemaßtekönigliche Herrschaftsübung hatte aufgeben müssen, worauf dessenBruder Wladislav-Hermann, der als Herzog im Lande anerkanntwurde, auf die königlichen Ehren Verzicht geleistet hatte. Von denBegünstigungen, die Heinrich IV. in den deutschen MarkgebietenWratislav zugewiesen hatte, war allerdings die Ueberweisung derbairischen Ostmark nicht tatsächlich für den Böhmen in Erfüllung
eboatum, psjus tsrmiuLtuin (I. e.), etwas eingehender die banales katbsr-brnnnsn8S8, I. o.: I?rsgnsn8 oonvsntns prinoipuin totius rsZni 8piraseonvsnit, pro rsgno oonoilianlio; 8st taotions guorunäain inasor ibi äi8-coräia orta S8t. Die ausgeführteste Berichterstattung bringt Bernold, aberwieder ganz parteiisch gefärbt: krinoipes rsgni Nsutonicorum, tiäslss ingnawsanoti i'vtri, gsnsrais eolioguinm enm Ilsinrioo st lantoribus eins inXalsnäi8 ^.ugnsti props blsiustenssin sivitatsm babusrunt, eigne aäjuto-rium 8UUNI all obtinsnänin rsgnuin, 8i <ie exsonnnunieations exirs vellet,üäsliter promissrunt. Ille autsrn in 8oiita 8na obstinations psrsistsns,nee 8ö sxeoininunioatuin protiteri äignatus S8t, liest lloe sibi a nostri8in taeisin instantsr probarstur. Ilnäs st no8tri nnllani paosin vsl oon-eorlliain eum so babsrs statusrunt. (juaproptsr sxpeäitionein 8uain 8npsripsv8 in ootavain 8anoti Niebabelis proxiins vsntnrain inäixit (I. o.: zweiweitere auf diese Versammlung zu Speier bezügliche Nachrichten Bernold'svertzl. bei n. 15 und n. 40). 8t. 2887, wo das Tagesdatum offen gelassen er-scheint, gehört jedenfalls in diesen Aufenthalt zu Speier; die Urkunde erwähntdie Sorge für die aniinas parsntum no8trornin — Heinrich III. und Agnes —und der no8tri 8upsr8tituin und nennt neben den in8tinotn8 st pstisio derFamilienangehörigen noch die des Bischofs; vcrzl. Bd. II, S. 117, über dieadbaeia Hornbaob in pago Uiissugouvs in coinitatn Oociekricii sita.
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