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4 (1903) 1085 bis 1096
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1086.

Am 9. folgte eine Schenkung an den Regensburger Vogt Friedrich "),und noch am 29. empfing Bischof Gebehard von Prag die urkund-liche Bestätigung über eine Gunsterweisung, die ihm schon auf dergroßen Mainzer Versammlung des Vorjahres gewährt worden war").Allein jetzt machte sich eben jener Geist des Abfalls von der kaiser-lichen Sache in Baiern bemerkbar.

Schon vorher hatte auf dem Boden Schwabens der Kampfneuerdings begonnen, und in unverkennbarer Weise war dabei dergegen den Kaiser eingesetzte Bischof von Constanz, Gebehard, in dieMitte der Anzettelungen getreten.

Im engsten Anschluß an Hirsau, an seinen bisherigen AbtWilhelm, war Gebehard schon im vorhergehenden Jahre für dieAusdehnung der Einwirkungen des Schwarzwaldklosters weiter thätiggeblieben"). In St. Georgen war die dort neben der rasch er-stellten noch äußerst bescheidenen klösterlichen Niederlassung errichtetehölzerne Kappelle am 24. Juni durch Gebehard, in Gegenwart desAbtes Wilhelm, auf den Namen des heiligen Märtyrers geweihtund mit allen Zehnten, die von der Umgebung in Zukunft eingehenwürden, ausgestattet wordenes. Hernach hatte am 22. September

zur Urkundenlehre, I, 139, ausführt, wegen der in 8t. 2907 — vergl. unt. zu1091 in n. 6 — eingeschobenen Worte: bona 8ua (so. Licbststensis aocclssia)guas a disbus antiguis privilsgiis antoesssorum nostrorum rsguin vsl impo-ratoruin propria posssdsrat, ab!ata ab invasoribus non ssinsl ssd bis reddidi-inus . . . 6uius traditionis tsstem cartain bano seribi jussimus — anznnehmen,daß die Zurückgabe durch den Kaiser nicht erst 1091 in Italien, sondern schonjetzt im April 1086 und wieder im Februar 1089 (vergl. dort bei n. 2), beideMale in Regensburg, nach Aechtungen Ekbert's erfolgte. Es heißt in 8t. 2907:predium Kredingen in psZo Xortzouvs in eomitatu Iloinrici ... ab bigge-berto marebions possessum . .. nostrao potsstati adjudieatuin— und weiter:blZgebertus maredio zusts icksin prasdium ainiserat, guod injusts rstinebat,guod otsi justs possedissst, tainen amittero justum orat, gut in rsAnum st inpersonam nostram mortem totiens diotasss dsprsbsnsus omnium xrinoipumjudioio non solum in bonis, ssd stiam in vita sua damnationis sententisssubjaousrat. Daß der Kaiser das Osterfest — 5. April — in Regensburg be-ging, ist nirgends yesagt, versteht sich aber von selbst.

^) 8t. 2881 ist dem tiästis . - - bViderious Ratisbonsnsis sdvooatus . ..ob devotum ssrvieium suum — ertheilt und betrifft sieben villas in dermarobia 6amba (vergl. über diese Mark Bd. I, S. 97, in n. 88).

^) Wegen 8t. 2882 vergl. in Excurs III. Der Chronist Cosmas scheintjetzt, 1086, in Regensburg, selbst anwesend gewesen zu sein, da er sagt, Lkron.Loemorum, lüb. 1l, o. 37: 8ignum (es folgt Heinrich's IV. Monogramm in8t. 2882) . .. guod ego vidi ipsum oaosarsin suis manibns annotantem inprivilsgio Uragensis sxisoopatus (88. IX, 93). Bachmann, Mittheilungen desInstitutes für österreichische Geschichtsforschung, XXI, 218, macht darauf auf-merksam, Cosmas selbst zeige durch die in Excurs III erwähnte eigenthllmlicheEinführung — bunc aut buiusmodi tsxtum —, daß er die Urkunde nicht sicherwieder zu erkennen vermochte.

">) Vergl. Bd. III, S. 616 ff.

2") Die Xotitiav kundationis st trackitionum monastsrii s. lleorgii, o. 14,erwähnen mit genauer Angabe des Datums diese Weihe: dsstinavitgus st ilsckitdominus spisoopus sanoto martz-ri omnes dsoimas in ünitimis loois luturas,guas alias non pertinersvt (88. XV, 1010). Jnnocenz II- erwähnt am 14. April1139 in seiner Bestätigung der Privilegien von St. Georgen (1. 7987) diese