Verfüg. Heinr.IV. in Regensburg; Thätigkeit d. Bisch. Gebehard v. Konstanz. 117
Gebehard eine weitere Weihehandlung in dem gleichfalls durchWilhelm in das Leben gerufenen Kloster Reichenbach vollzogen^).Ebenso hatte er wohl schon gleich nach dem Antritt des Bisthumssich daran gemacht, das seiner Bischofsstadt gleich gegenüberliegendeKloster Petershausen, das bisher sich den Hirsauer Einwirkungenverschlossen hatte, neu zu ordnen, dadurch daß er sich durch WilhelmHirsauer Mönche schicken ließ; vor diesen neuen Ankömmlingen,dem aus ihnen zum Abte erhobenen Otto waren die Mönche derälteren Ordnung gewichen, darunter der frühere Abt Liutold, undhatten sich nach Reichenau zurückgezogen oder das Klosterleben mitdem Stande der Weltgeistlichkeit vertauscht^). Endlich aber er-schien Gebehard in den ersten Tagen dieses Jahres, am 13. Januar,abermals in St. Georgen, wieder in Gemeinschaft mit Abt Wilhelm;da wurde in großer Versammlung — der Gründer Hezil, dessen
äecimas omnium rorum . . äs szckva ack sanckem esllam psrtinsnts . . . vst äsLnitimis loois alias jaul psrtinsntibus, sieut a vouerabili Osbsbarcio spiseopoest constitutum, ebenfalls.
2*) Das Reichenbacher Schenkungsbuch erwähnt mit Angabe des Datumsund der näheren Umstände — coutraciens (sc. Gebehard, der irrig hier schonals tuno temporis in partibus Nbsutonieis iegatus apostoliei genannt wird)ei (8e. aseelssias) omnsin äsoimationem oircumjaosntis vaiiis jure psrpstuo —diese Weihe (Wirtemberg. Urk.-Buch, II, 391, auch 88. XV, 1023 u. 1024).Die Weihe geschah auf den Namen der Dreieinigkeit, Maria's und der Heiligen,deren Reliquien niedergelegt wurden, prseipus bsati OrsZorii papas et eou-Isssoris, so daß also dre fälschlich Hirsau nennende Notiz der klares towporum,Impsratorss, zu 1085: tlsbbarckus spiseopus Lonstaneiensis . . . cksckioavitseeissiam ssavoti Krsgoriis in Ilirsauo (88. XXIV, 238) hicher gehören wird.Diese Weihe von Reichcnbach hebt die Hist. Ilirsaugiens. inonast. beim NamenBischof Gebehard's als vollbrachte That ganz besonders hervor (88. XIV, 263).Die Jahresangabe 1086 für die Weihe, im 6oäsx üirsaugisnsis (sei. Schneider,Württembergische Geschichtsquellen, I, 55), kann gegen die Reichenbacher An-sehung nicht in das Gewicht fallen.
22 ) Hievon sprechen die 6asus monast. kstrisbus., lud. III, e. 1: Huo-moäo Ilirsaugisnsss all vomum kctri vsnsrunt, daß Gebehard, cum .. . vigorrogularis vitae zam jamqus cieüeerst st nso proüous sssst, usc ckssssst . . .Polens, in monastsrio asceiesias suas eontiguo cksksotum ciivini miuistsriisxersvisss, an Abt Wilhelm sich wandte, ut äs suo monastsrio rsAuiarssviros ack ketrisdusam ckirigsrst, per guos monastious orcko inibi reviviscerst,woraus Wilhelm, siouti srat promptus all omns bonum patranckum, solcheMänner schickte, mit ihnen einen gewissen Otto, gui sorum abbas ssss äsbsrst,si eins vita et morss post probationsm oiscksm (sc. diesen sgrsgii viri st vaicksrsiigiosi) complaeorent —: das ist dann nicht der Fall: ack monasterium suumreckirs zussus ost (o. 3 kommt darauf zurück: in der Person des von AbtWilhelm nach Petershausen geschickten Hirsauer Mönches Theuderich erhält dasKloster einen neuen Abt, wozu aber die Usgssta spiseoporum Ooustantisnsium,I, 69, bemerken, daß Otto wohl nur zur Durchführung der Reform commissa-risch in Petershauscn thätig gewesen war), und c. 2: Huomocko priores tratrsssegusntibus iooum cksäsrunt (88. XX, 649). Diese Nachrichten in e. 1 beruhenohne Zweifel auf der Bd. III, S. 607, in u. 121, erwähnten verlorenen Lebens-beschreibung Bischof Gebehard's, woneben locale Aufzeichnungen aus demKloster selbst stehen (o. 2) (vergl. Henking, Gebhard III-, Bischof von Konstanz1084—1110, 115 u. 116, 117: da ist, 28, ebenso durch Heyck, Geschichte derHerzoge von Zähringen, 143, diese Hereinziehung Petershausen's in die Ein-wirkungen von Hirsau erst zu 1086 angesetzt, während doch gewiß die Anfängebesser — mit den Kegssta, I. e., 68 — schon zu o. 1085 gerückt werden).