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wirklich damit beschäftigt seien, die Gegenwart zuverläugnen. Ich möchte wohl wissen, wer meine guteJulie zu solcher verwegenen Sprache gebracht hat.Glaubst du etwa, daß die Nacktheit der Modelle solchesVerläugnen bewirke oder die Technik oder die wissen-schaftliche Bildung! Ganz ohne Zweifel kamt manbei solchen Voraussetzungen Besonderes für Idealeshalten, man kann die subjektive Auffassung einerHandlung für Objektives ausgeben, man kann nachErkenntniß und Regel kalt aussprcchen, was alsLebendiges empfunden sein will, mühsam berechnen,was allein nur der Fülle des Herzens cntguillen kann,man kann mit Pararitelcs sich an einer Phryne füreine knydische Venus begeistern, man kann mit demZirkel in der Hand eine Helena des Zcuris heraus,messen, durch Abstraktion und Zusammensetzung einenDoryphorus des Polyklct sich schaffen und wie Rem,brand eine armselige S anernhaushaltung als heiligeFamilie darstellen — man kann nachahmcn und er-künsteln, und dennoch, trotz dem «loosse poinlim,worüber Quintilian sich beklagt, alles verdunkeln.Man kann aber nichts in seiner Beseeltheit schauen,was für uns keine Seele hat, man kann keineWelt von Idealen schaffen, für die keine Ideenkeine Begeisterung da ist, man kann von keinemgeoffenbarten Gotte sprechen, wenn sich kein Gottoffenbart hat.
Es ist hiermit nichts gegen unser Jahrhundert ge,sagt, oder gegen die Künstler, welche ihm ihre Kräfteweihen. Meine alleinige Absicht war dir mitzutheilcn,daß und warum ich nur diese, denen das Materialganz untergeordnet ist, auf der höchsten Höhe dermodernen Kunst glaube. Auch unser Jahrhundert ist