89
einen Herbstmorgen darzustellen gesucht hat, undwirklich, wer das Bild sieht, und die HochgebirgeTyrols und der Schweiz kennt, wird versucht zuglaube», er habe schon eine äbnlicheNatur belauscht.Mau vergißt ganz, daß der Maler eine Kompositiongegeben hat, mau möchte glauben, das Bild scy dieNatur selbst, so vollkommen wahr und in bester Har-monie ist Alles hi,-gestellt.
Noch einige kritische Bemerkungen über dieDüsseldorfer Malerschnle,
veranlaßt durch ihre letzte Ausstellung.
2m September 1854.
Am 20. und 21. vorigen Monats sahen wir einezweite Ausstellung von Gemälden hiesiger Schule, undzwar von denjenigen, welche, für die hiesige Haupt-ansstclluug bestimmt, damals aber noch nicht fertigwaren, nunmehr in Berlin ihr Glück zu machen, dort»hin zu der großen Ausstellung wandern sollten. Diediesmalige Ausstellung bestand meist ans großen hi-storischen Stücken, den Productcu, die den Stolz derhiesigen Schule ansmachen sollen, und nach denendie Berliner Tagesblattcr schon so viele Monateim Voraus geschmachtet haben.
Wir wollen hier einen prüfenden Blick ans diedapgebotcuen bessern Prodnctc werfen, um demLeser einige Lata an die Hand zu geben, die ihn,