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Die Düsseldorfer Maler-Schule in den Jahren 1834, 1835 und 1836
Entstehung
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Wenn der nach heidnischen Begriffen geschaffene Ju-piter OlympiuS des Phidias das ganze Heidcnthumso in Staunen setzt, daß selbst Quintilian der Kalt-blütige meint: die Religion habe durch ihn neuesGewicht bekommen: so erkennt das Christenthum indiesem Olympier immer nur das Götzenbild, es ver-mißt an der kalten ruhigen Majestät, worin das Al-terthum die göttliche Wesenheit setzt, sein besseresPrincip die Liebe. Und umgekehrt, wenn christlicheMaler die heidnischen Götter darzustellcn versuchten,so wollte ihnen nur christliches Heidenthum gelingen;statt mächtiger Götter sehen wir sündige Christen.

So mißbraucht die Zeit ihre Gcnie's und diesemißbrauchen die Natur. Mit dieser mühen sie sichdas Absolute zu finden, und sie finden nur Relatives.Nur was in dieser oder jener Zeit das Vollkommensteist, mag dem Künstler darzustellen gelingen, und nurder, welcher die vollkommenste Zeit für sich hat, wirddie vollkommensten Früchte davon erndtcn. Nur insoweit steht der Künstler über seine Zeit, daß er sieidealisirt geben kann. Niemals wird er aber einIdeal zu schaffen vermögend sein dessen, was derZeit fremd ist. Drum hat der Kunstvcrcin sichsehr geirrt, als er sagte, religiöse und kistorischeDarstellungen, altclassischer Mythus seien der Stoff,welchen unsre Künstler bearbeiten müssen. Nur man-che Historien sind für diese vorhanden, vom altclas-slschcn Mythus blutwenig, und das Religiöse?Raphael als unser Zeitgenosse würde immerhin eingöttlicher Maler sein, wenn auch kein Maler desGöttlichen.

Wir haben eine kühle Zeit, eine Zeit, die noch vomvorigen Jahrhundert her, den unausstehlichen Katzen-