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Die Düsseldorfer Maler-Schule in den Jahren 1834, 1835 und 1836
Entstehung
Seite
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ebenso wenig zu begreifen, als das ganze Leben über-haupt. Wenn auch Biele meinen, daß, da außerZweifel fleht, wie Gedanken sich kristallisiren und wiesie anschießen, (so klingt das neueste Philosophen-deutsch), auch bald fcstgestcllt sein würde, durch wel-che Kraft sic sich kristallisiren, und warum sie gradeso anschießen: so denke ich doch, es läßt sich mit demchristlichen Glauben vereinen, wenn man dem genia-len Sohne Apollos nachsagt: Der Weg des Geniesist der fünfte zu den vieren, welche dem König Sa-lomo zu wunderlich vorkamen; und meine sogar,jedem, der über den menschlichen Geist nachdenkt,anrathen zu dürfen, daß er die Eingebungen, welcheihm kommen sollten, bei Leibe nicht laut werden lasse,damit der entlarvte menschliche Dünkel sich nichtgechrenkränkt fühle.

Doch wozu führe ich dich in Gebiete, die einehöhere Macht uns weise versperrt hat! Mag dasgeistige Wirken immerhin in Dunkel gehüllt sein, csbleibt dabei wahr, daß der Künstler so gut, wiejeder andere Mensch seiner Zeit verfallen ist. So-wie von dieser Zeit das besondere Streben, die be-sondcrn Begierden und Wünsche jedes einfältigenMenschen ihre Richtung bekommen, so bekommt esauch das ästhetische Spiel, welches der Künstler mitder Natur vornimmt. Wenn der Maler von Urbinoin einer Zeit die christlich - aesthetisch so hoch stand.Gestalten und Handlungen aus seinem Innern her-vortrctcn läßt, die jedem Christen Ehrfurcht abge-winncn; so läßt sich Ciambue vom dämmernden,schmachtende» Mondlicht verführen, räumt der schwär-menden Ritterzeit ein Recht ein, und schafft nachwidernatürlichen Gefühlen unnatürliche Gestalten.