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ohne allen Ausdruck, wie die dritte Figur, der Mann,welcher im Eentrnm des Gemäldes sitzt. Sein Kopfund seine Figur zeigen die schönsten Verhältnisse,aber ich möchte einen Menschen kennen, der mir mit-theilen könnte, was dieser Kopf und diese Figursagen wollen, und wo der Haltpunkt für die ganzeDarstellung liegt. Stärke und Leben sind vor derkalten Regel gewichen. Vor purer Aesthctik ist dirnicht einmal das tiefe Auge gelassen, das Organ,in welchem sich der innere menschliche Zustand amlebendigsten und allein nur in seiner vollen Kraft ab-spiegelt.
Wie dem auch sei, es sinkt der Werth des Sujet,in seiner vorliegenden Auffassung wenigstens unterdas, in Verruf gebrachte und verachtete sogenannteGcnrefach herunter. Denn der heutige Menschwird zum Beispiel von einer betenden Bancrnfamilievon Becker weit mehr ergriffen und gehoben, alsvon einer Darstellung, wie die gefangenen Juden,an der sich nur dunkle ihn wenig interessirendeSehnsüchten knüpfen, selbst wenn sie kräftiger dar-gestcllt sein sollten, als hier der Fall ist. Auf derandern Seite und allgemein betrachtet, meine ichdir schon anscinandcrgesetzt zu haben, daß unserZeitalter der Darstellung des Göttlichen und Erha-benen nicht günstig ist, daß hierfür, wenn auch derKünstlerverstand, doch nicht die Begeisterung, nichtdie intensive Stärke vorhanden sind, welche demSchaffer nothwcndig ist.
Historische Gemälde sind zum Ideal gesteigerte Ideenvom Vollkommenen, Darstellungen eines zum Real-Begriff gewordenen Geisteslebens und sic sind um sobedeutsamer, je mehr nicht bloß die einzelnen Personen