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lieber Bendemann's Ernre hat man hier manchesUrthcil vernommen. Alle stimmen darin überein,daß die Darstellung nicht glücklich genannt werdenkönne. Schon die Form des Bildes muß tadelns-wertb sein. Es ist halb so hoch als breit. Im Vor-grunde soll ein massiger Baum angebracht sein, wel-cher bei der gedachten Form des Bildes nur mitseinen untern Zweigen sichtbar wird, und in dieseZweige soll der Kopf der männlichen Hauptfigurhineinragen, welche so das Ansehen gewinne, alsfinde sie nicht vollkommen Platz in dem Bilde. DenMittelgrund soll ein Kornfeld cinnehmen, dessen gelbeunangenehme Färbung den größten Thcil des Bildesbedeckt. Daneben soll das Bild auch wieder jenenunnatürlichen, violetten Ton durchhalten.
Fürwahr, ich werde wohl mein Urtheil in Bezugauf Bendemann nicht andern können. Es fehlt,nach meiner, im Buche schon angedeuteten Meinungseinem Pinsel keineswegs die Grazie, seine Drappi-rung ist in der Regel einfach, edel, seine Zeichnungist korrect, er weiß das Einzelne dem Auge wohlge-fällig zu halten und mit Leichtigkeit und Geschmackzu einem Ganzen zusammenzuordnen; seine Gruppensind schön und seine ganze Malerei setzt vortreff-liche Studien voraus, — kurz, was man im eigent-lichen Sinne unter Composition versteht, ist Bcnde-manns Eigenthum; aber der schöpfende Geist, derwahre, sachliche Ausdruck, die Harmonie im Charak-ter und Leidenschaft, die Verarbeitung des Einzelnenzu einer einzigen Idee, zu einem moralisch wirkendenund aesthetisch befriedigenden Ganzen, — Compo-sition und Erfindung Haler nicht.
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