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Die Düsseldorfer Maler-Schule in den Jahren 1834, 1835 und 1836
Entstehung
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Die Söhne Eduards haben eine bis in das Kleinstegehende Klarheit der Gedanken. Die herrliche Dar-stellung drängt sich mir immer neu vor die Seelehin. Ueber das Fußbrctt der kolossalen Bettstelle,mit ihrem geschnitztem Wappen, die Krone Englands,und ihren gewaltigen Eckpfosten, eine passende Zierdedes gothischen Gemaches, in dessen Mitte sie steht,sehe ich in das Bett, auf welchem die beiden Kna-ben halb angekleidct und an einander geschlungen,schlummern. Mehr noch als ihre unschuldigen, liebenZüge fesselt mich die kindliche Zärtlichkeit, die selbstder Schlaf nicht vcrläugnet. Jenseits der Bettstellestehen die Mörder, zwei nichtöwürdige, scheußliche

Physiognomien. Und die Handlung-. Die

Geschichte spricht cs unvcrholen aus, wie sie vor sichging; Shakspeare bemäntelt die ruchlose Schläch-terei, den ärgsten Greuel mit dem Worte hin-würgen, Aber der Maler konnte nicht beschönigen,und der Geschickte treu bleiben konnte nur aufKosten der Verständlichkeit geschehen. Hildebrandhat den Mittelweg, für beide Fälle zugleich Ausweg,gewählt. Der zunächst dem Beschauer zugcwcndcteMörder hält ein Kissen in seinen Fäusten, die wieTigerkrallen sich in dasselbe hineingeschlagen haben.Das Mörderhandwcrk war ihm immer Spiel, aberheute kostet cs ihm Ucbcrwindung, die That zu voll-bringen; die Hast, die gespannten Nerven, die ganzeHaltung verräth das fast unschlüssige Innere. Wienun aber allgemein verständlich ausdrücken, was derMörder mit dem Kissen beabsichtige? Durch diesesBedenken mußte sich der Künstler bewogen finden,etwas in die Darstellung zu bringen, was die Mord-absicht an den Tag legt. Er gab dem zweiten Mör--

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