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nur alte Greise und Frauenzimmer sicht. Das Bildhat auch so fern einen Zeichenfchler, als das Wasser,über welches man zu schiffen gedenkt im Vorgrundeganz seichte Ufer hat, welche, ohne daß der Bodensteigt, im Hintergrund zu unendlich hohen Felswän-den heraufwachscn. Man sollte gar nicht denken, daßeine solche Darstellung möglich sei, und in sofern istdas Bild zu einem Kunstwerke geworden.
Von Graf Stecnbock aus Esthland hat sichnoch eine verirrte Näuberscene gefunden (174). Esist auf das Bild unendlicher Fleiß verwendet. Esfehlt nicht an Abwechselung in den Costümen. Wassich die Menschen in den verschiedenen Jahrhundertennur auf den Leib gehangen haben, und gemalt wer-den konnte, ist gemalt. Man sicht jeden Faden, wo-mit das Kleid geflickt ist, aber man vermißt alle Hal-tung, allen Ausdruck in den Köpfen.
I. Winkelircr aus Düsseldorf hat sich vonder Landschaft zu der Historie zurückgeweudct, die erunter Cornelius mit vielem Beifall studirtc. Seine»Sendung des heiligen Geistes« (185) hatgute Anordnung, außerordentliches Leben in den Kö-pfen, Haltung und schöne Drappericeu. Unten imVorgrunde sind die Apostel versammelt, im Hinter-grund auf einem erhöhten Platz die heiligen Frauen,dieser Theil ist der schwächere des Bildes, desto an-ziehender und voll desto mehr Schönheit ist der vor-dere Theil, nur der Apostel links ist nicht blos des-halb tadclnswerth, weil er, wenn auch nur durch dieFülle des Haares und der Kleidung mit seiner Größeaus der Proportioutritt, sondern auch weil er, in-dem er kein Gesicht zeigt, zu sehr als todte Massewirkt, und, blos um dem ganzen Bilde mehr Rundung