durch sein Fallen auf die Nachbarn, diesen einige er-bauliche Gesichter und Grimassen entlockt. Ein zwei-tes Schwein ist schon in das Wasser gesprungen,und hat dadurch ein paar unschuldige Ganse derartigin die Flucht gesetzt, daß es jämmerlich anzuschcnist, wie sic schnatternd und schreiend davon fliegen.Das ins Wasser gesprungene Schwein accompagnirtden trefflichen Cantus. Zwei derbe Fauste haben ausder Fahre nach ihm geschnappt, und halten es ab,ferneres Unheil zu stiften.
Das Reizendste dieser Ausstellung war (E. Stcin-brnck's aus Magdeburg) Thisbc (169) welche dieWorte ihres Geliebten durch die Maucrspalte in sichschlurft. Der Ausdruck des schönen, äußerst schönen,Kopfes gibt ganz vortrefflich das Wollüstige, Schwel-gende, Hoffende und doch Bängliche, welches solcheLicbesworte begleitet. Das Bild ist in jeder Hinsichtausgezeichnet; nur schien mir, was die Zeichnung be-trifft, der rechte Fuß etwas zu lang.
H. Stilke aus Berlin hat einen historischenGegenstand versucht. Nach dem Aufruhr gegen sei-nen Vater, Otto den Großen, sicht Ludolph, Herzogvon Schwaben im Bußklcide um Vergebung. (172).Das Bild ist mit Stilke's bekanntem Pinsel, trefflichgemalt, aber die Composition ist nicht gelungen.Die Darstellung ist folgende. Von einem sich nachund nach abdachcnden Walde lauft ein schmaler Fels-wcg thalwärts, daneben üppiger Waldgrund, wenigsteil und mit hohen Bäumen bewachsen. Aus jenemFelswcgc steigt Otto mit der Königskrone auf demHaupte herunter, ein oder zwei Begleiter folgen ihm,des schmalen Weges halber einzeln. Das übrige Ge-folge ist weiter zurück. Ludolph fallt plötzlich dem