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in die Figur gebracht ist, war mehr Krankhaftes alsFrommes, und störte so den lieblichen, kindlichenEindruck des Ganzen. Zweitens (hier wage ich in-dessen nur anzndenten), dass das Ehristnskind mitgekreuzten Beinen, wie ein gewöhnliches Kind schlief,und so die in der tiefsten Dcinuth mit gehobenenHänden betende Mutter nicht ganz rechtfertigte. Legerhatte noch eine Tuschzcichnnng zu einer Ehristi.Him-melfahrt ausgestellt, deren Idee voll ergreifenderWahrheit ist. Christus, mit zwei Engel in Jüng-lingögröße an jeder Seite zum Himmel fahrend,schaut noch segnend auf seine unten versammeltenJünger herab. Diese, eilf Apostel, in deren MitteMaria kniet, blicken mit Wehmuth und Sehnsuchtihm nach. Die Nuancen der Empfindungen undCharactere waren schön gedacht und mit wenigenStrichen bestimmt gegeben; daß die Figur Christietwas zu lang gezeichnet war, darf man einer Skizzenicht zurcchnen.
36. Ehrhardt aus Berlin, die TochterJcphta's nach den Worten, Buch der Richter Kap.11 Vers 38: Und da ging sic hin mit ihren Ge-spielen und beweinte ihre Jungfräulichkeit. DieGruppirung ist gelungen, der Charactcr des Ganzenund der einzelnen Personen (eine ausgenommen) istwohl durchdacht. In der Mitte der Gruppe, ammeisten vorwärts, steht Jcphta's Tochter, die eineHand ans die Brust die andere in Ergebenheit hin-gestreckt. Ihr frommer Blick ist zum Himmel gerich-tet, wenn gleich der Stärke sich bewußt, ist es ihrnicht unbekannt, dass man ohne Hülse von oben amEnde doch nicht anslangc. Ich bin bereit, deinWille, Herr, geschehe, steht auf jedem Theilc der