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Figur. Verleihe nur, daß ich cs vollbringe. Etwaszurück, au ihrer rechten Schulter, steht die eineFreundin. Der Ausdruck in den Mienen dieser isthöchst leidend und in sich gekehrt. An der linkenSchulter der Hauptfigur ruht der Kopf der zweitenFreundin, die Wchmuth hat ihn vorüber gebeugt, dieHand bedeckt das Gesicht. Der tiefste Schmerz hatdie dritte Freundin ergriffen, sie ist in die Kniccgesunken und preßt beide Hände vor die verweintenAugen. Diese Figur erscheint etwas erkünstelt, aberverfehlt ist die letzte, welche, vielleicht eine Kammer-frau, von dem Mittelgründe her zur Scene Hiutritt/HDer ganze Ausdruck in dieser Figur hat wenigesoder gar nichts mit der Handlung gemein, mankönnte von dem Gesichte mir sagen, es sei hingcmalt,weil es schön ist, aber nicht, weil es für die Dar-stellung Werth hat, ja die Figur ist sogar verzeichnet,oder richtiger in der Perspective verfehlt, der vor-wärts gesetzte Fuß steht in zu großer Nähe zu derGruppe, als daß er für die zu klein gezeichnete Figurpassen könnte. Hiervon abgesehen, gehört das Bildunter die bessern der diesjährigen Ausstellung, weuig-
*) Man hat behauptet: Ehrhardt habe durch einzelne?Hinzutretende? in freien, charakteristischen Bewegungendie Monotonie der Gruppe glücklich vermieden. Hiernur eine Gegenbemerkung von einer Seite. SchonSülzer sagt: Wenn die Maler die Hauptpersonen hin-gestellt haben, und finden, daß die Gruppe» nicht voll,oder nicht zusammenhängend genug find, wenn sie etwazur Haltung irgendwo gewisse Farben nölhig haben, sostellen sie gleich eine unnütze Figur dahin, die zwar daSAuge etwas befriediget, aber in das Feuer der Empfin-dung Wasser gießt.