Natur, und was wir componiren, das componircnwir mit der Natur.
Ei, ihr fremden Mächte in der Historie und imGenre, in der Landschaft und im Thiermalen, wasverlangt ihr denn von uns, wollt ihr der Wahrheitden Sieg erringen, wollt ihr den Eigendünkel, derdie Herzen umkrustct, brechen, und meint ihr viel-leicht, der Ausschuß von der Knnstliebhaberci sei eingroßer Interpret und könne wohl, so wie er dieWorte: für Rheinland und Wcstphalcn schon auf dieganze Monarchie ausgedehnt und Künstlern aus allenProvinzen namentlich von Berlin eine Unterstützung(denn anders konnte es doch nicht genannt werden,wenn man gewöhnliche Bilder theucr bezahlt) ge-wahrt habe, auch fremde Künstler in sein Systemcinbcgrcifcn. Nu! Nn! mag es auch mit der Aus-legung nicht so vor sich gehen, als ihr denkt; sowird doch die Natur, wenn sie mit euch geht, euchschadlos halten und rachen zugleich. Mag auch unserso tüchtiger Schirmer für seinen »Abend auf demHundsrücken« die Höhen erklettern, er mit dem Holz-Hacker ganz allein, mag er dort Bäume kappen undkappen lassen, bis sie gut sind für seine Landschaftund die Landschaft für den Holzhauer; mag immerhinBcndemann brillante Bilder malen, mag immer dasPublikum schreien: Das sind Bilder, an denen mankein Urthcil wagen darf*) es wird gewiß eine Zeitkommen, wo man Natur von Natur zu scheiden weiß,und wo die Kritik, welche Raphael und Rubens,Titian und Corragio sich gefallen lassen mußten, unddie allein nur sic so hoch zu stellen im Stande war,
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*) Dliffelborfee Zeitung.