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tauch über Bendemann's »Jeremias« richten wird, undsagen: Jeremias ist zu kolossal, durch solchen Kunst-griff darf mau seine Hauptfiguren nicht heben; seineStellung ist unästhetisch, unwahr, die brillante Malereibeugt sich dem violetten Ton. Violett ist die Gegend,violett ist das Leben, violett das ganze Bild, und dasBrown'sche Gegenmittel, der violette Rahmen, hatdiese Fehler nicht zu decken vermocht. So wird dieKritik sprechen, man wird dabei auf die Natur zurück-kommen und — vielleicht euch etwas abkauscn; fürjetzt weiß die Kunstlicbhabcrci das Geld noch besserzu verwenden, und vielleicht gelangt der Plan zurReife, daß sie einen Thcil des zu reichlichen Füns-Thalcr-Eiukommeus auf die Veredlung der HinterenFacade des Düsseldorfer Malcracadcmic-Gebäudes(des sogenannten alten Schlosses) verwenden kann.
So keifte der Glosfator, und man sieht aus seinemRaisonncment, wie schwache Köpfe über die höhereKunst und die Aufopferungen, welche die Menschendafür machen, einfältig zu denken im Stande sind.Merkwürdig insbesondere ist cs, wie unser Schwach-kopf an Bendcmann und an Schirmer, au den Kuust-verein und dessen Ausschuß gerade Das bitter tadelnkann, was ja gerade das Schöne, das Originale ist.Nichts darf bei solchen schwachen Köpfen auskommcn,was nicht ganz mit der alltäglichsten NatürlichkeitHand in Hand geht. Soweit kann die abgeschmackteGleichheitsthcoric sich versteigern; selbst in dem Gebieteder Acsthctik will sie eine Aristokratie nicht dulden.Der Geschmack ist ja nur die Folge der productivenThatigkeit. Raphael war eher als Winkelmann,Letzterer mußte von Erstcrcm lernen. Merke dir Das,du schwacher Kopf, der du dir ein Urtheil über unsere