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noch für die Wahrheit hatten. Seitdem haben wirdenn hcrausspekulirt, daß eine Rezension zu schreiben,etwas sehr Kleines sei; mehrere meiner College»haben schon solche geschrieben, und ganz kürzlich habedenn auch ich es sehr passend gefunden, und dieneuliche Rezension znsammcngestoppclt. Du wirstdenken, ich hatte mich schon bei der Hauptausstellunghören lassen müssen, aber das war mir noch zu be-denklich, denn sieh 'mal, so'n HanptanSstcllnng, diedauert so'n vier Wochen, und da kommen allerhandLeute hin, die urthcilen, und setzen ihr Urthcil inCours; *) da muß man stark sein, wenn man schrei-ben und Jemanden, der Etwas geleistet, nntcr'nTisch reiten will. Außerdem hatten schon zwei Re-zensenten sich an die Arbeit gemacht, einer im Her-mann und später im Morgcnblattc, der andere in derWestphälischen Zeitung. An beiden Rezensionen istzwar nichts gelegen, denn die erste ist gelehrt, siegibt Etwas, was wir nicht verstehen, und hat über-dies, nach der Bemerkung der Kunstverständigen,denn ich, wie gesagt, verstehe so Etwas nicht, das,was sic so schön fühlt, nicht vollständig ergründet;die zweite Rezension ist gewaltig tölpelich, denn der
*) Wenn Jemand im Stande ist, Kunsturtheile zu fällen,so fälle er sie, wenn es Zeit, und wenn sie reellen Nutzenhaben. Zur Zeit, wo die Kunstprvducte ausgestellt sind,wird man am besten überzeugen können, daß man mitder Wahrheit und mit klaren Ansichten geht, man wirddann auch am leichtesten die Künstler Angesichts ihrerBilder belehren. Freilich müssen die Urtheile auch wahreUrtheile fein, d. h. die Prämissen müssen nichtfehlen, und die Corrollarien müssen nicht verschwiegensein.