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ebenso fern von dem mißachtenden Geschrei, alsvon dem unbedingten Lobe, woran gewiß die Jour-nalistik bei der recht bald zu erwartenden Kritik derBerliner Ausstellung cs nicht fehlen lassen wird , zueinem Urthcil bestimmen sollen. Wir können hierbeinicht unterlassen, in Betreff der kürzlich im Hermannerschienenen, und hierauf weitläufiger im Morgcnblattcentwickelten Rcccnsioncn der in der diesjährigen hie-sigen Ausstellung dargcbotcnen Producte, soviel Dankwir sonst dem Rcccnseutcn für so manches schon Ge-sagte und wahr Empfundene schuldig find, zu be-merken, daß die allzu snbjective Auffassung, welchedarin durchgängig das Urthcil fällt, uns nicht ge-eignet scheint, dem Produccutcn das zu gewahren,was er mit Recht von einer Reccnsion verlangendarf. Ucberschwenglichcs Lob wirkt höchst nachthei-lig, und erweckt jenen Künstlcrhochmuth, der jedenPinselstrich, jede undurchdachte Skizze für etwasUnübertreffliches hält, und so sich den Weg zurVollkommenheit verschließt, eine Stufe, auf der wirleider schon manches unserer hiesigen schnell zu Rufgelangten Malergcuies stehen sehen. Auch das voll-ständig gerechtfertigte Urtheil trifft nicht das Genie,welches seinen Verstand vor seinem eigenen Wertheerniedrigt hat, und die Kritik schreit sich heiser inein Ohr, in welchem das unzcitige Lob uachzudröh-ncn noch nicht aufgehört hat und auch nie aufhörenwird. Diese Lage der Dinge hat schon manchenchrenwcrthen Streiter für das Recht von einer fei-ner» Kritik unserer Schule abstchcn lassen, ein uner-setzlicher Verlust, wenn wir auf die Belehrung sehen,welche ebenfalls damit für immer verloren gegangenist. Doch nunmehr zur Kritik selbst.