Die zweite Skizze führt uns in eine großartigereNatur als die vorige. Wir treten zur Region derUrgebirge. Im Borgrunde links ein Tannenwald,hinter welchem ein hcidckrantbewachscncr Berg hcr--vortritt, rechts ein langer Höhcnzng, tief ins Thalsich verlierend, erblicken wir im Hintergründe einenriesenhaften Berg, dessen Gräten und Zähne, jenecharactcristischen, starren und strotzenden Formen, unsdie Klasse der Hochgebirge audentcn. An demFuße des Berges erhebt sich eine ehrwürdige Abtei,durch das Thürmchcn auf dem Chore kenntlich, undnach der spitzen Form der gothischcn Bauart äuge«hörend. Längs des Thaleö gleitet leise ein Flüßchenmit klarem Wasser, das im Vorgrnnde über Fels«blocke brausend sich heruntcrstnrzt, und an dem sichcntgegenstcmmcndcn Gestein zu Schaum anfspritzt. DerDorgrund des Bildes und der Berg links ist von einemschrägen Sonnenstrahl erleuchtet; weiter im Thalssteigt aus der Tiefe vom Flusse Nebel auf, der sichlangsam gegen die Höhe rechts hinanfzicht, voneinem so leisen Winde beunruhigt, daß blos dieleicht nachgcbende Weide im Vorgrunde von ihm bc-wegt ist, indeß daö übrige Buschwerk noch ganz ruhigsteht. Dieser Nebel hat die Abtei leise umflort undläßt nur ihre Thürme und ihr Dachwerk deutlichwerden. Im Hintergründe aber ziehen dichte Wol-ken ans dem Ncbclthale links in das Hanptthal;sie umkreisen den Fuß des majestätischen Berges imHintergründe, dessen Schluchten überall mit dickemNebel angcfüllt sind, während sein rieseuhohcs Haupterleuchtet in das Thal hcrnntcrblickt. Im Hinter-grnnde sicht man noch schneebedeckte Gipfel durchden Nebel blicken. Alles verräth uns, daß der Maler
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Die Düsseldorfer Maler-Schule in den Jahren 1834, 1835 und 1836
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88
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