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Doch wir wollen den Maler seiner eigenen Recensionüberlassen, weiß doch ein jeder am besten, wo derSchuh drückt.
22. Der lehrende Mönch von HermannSchmitz aus Düsseldorf. In einem finsternStübchen hinter einem Tische, auf dem neben einemKruzifir mehrere Pergamentbände herumliegen, fitztein Kapuzincrmönch, sicherlich der Schloßkaplan, derdamit beschäftigt ist, den Sohn des Burgherrn znunterrichten. Mit fragenden Mienen blickt der Kna-be, der ihm zur Seite steht, und wobl in dem vor-liegenden Buche eine Stelle worauf der Finger desMönchs hinweist, zu schwer findet, zu demselbenhinauf. Nubig mit freundlicher Würde begegnetdem Blicke der Mönch und scheint seinen Schüleraufzufordcrn, selbst sich zu besinnen, ehe er fremdeHülfe verlange. — Der Ausdruck in den Köpfen istrecht lebendig, und die Frömmigkeit, so wie der hei-tere Ernst in den Zügen des Mönches, neben derLernbegierde und dem kindlichen Vertrauen in denMienen des Knaben meisterhaft dargcstellt. Nichtminderen Fleiß zeigt die Ausführung, was vorzüglichein auf dem Tisch liegendes trefflich ausgemaltesPergamentbuch bekundet. Doch auch an diesem Bildemöchten wir, was wir schon bei der Landschaft vonPose über das Kolorit bemerkten, wiederholen. Auchhier herrscht der graue Ton, der dem Ganzen einenetwas unheimlichen Anstrich gibt.
23. Ein Seestück von I. C. Schotel in Dort-recht. Es ist dieses eine von den erfreulichen Zu-gaben des Auslandes, eine Quelle die zum Bedauernfür die hiesige Akademie etwas zu sparsam stießt.Es wäre zu wünschen, daß überhaupt mehr, wie bis