Druckschrift 
Die Düsseldorfer Maler-Schule in den Jahren 1834, 1835 und 1836
Entstehung
Seite
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jetzt, auswärtige Maler zu unserer Ausstellung con-currirten, es würde dicß ein kräftiges Gegenmittelwerden, damit unsere Schule sich nicht vercinzclnc,und nicht versanre in der einseitigen Richtung ihrerjetzigen Methode, besonders wenn die auswärtigenLeistungen so gelungen sind, wie die, von der wirjetzt eben sprechen wollen. Der Maler hat uns einenThcil der Nordsee, in ihrem ruhig wogenden Zustandevon seiner heimathlichen Küste aufgegriffen, dar-gestellt. Rechts die verpallisadirten Dämme, imVordergründe von Wasser aufgeworfene Erde, vonwelcher so eben die letzte Woge wieder zurückgewichenist, rauscht vor uns das weite Wasser, aus dem manan verschiedenen Stellen Nachen und Schiffe erblickt.Dem Maler war das Wasser die Hauptsache under hat wirklich etwas Hauptsächliches daraus gemacht,jede Welle hat er studirt, man möchte sagen, jedesSchaumtheilchen, das von ihr sich ablöst, man siehtin jeder Woge gleichsam ihre Stärke, ihre Schnellig-keit, man bewundert ihre Rester - und Transparent -lichter. Wahrhaft ein mühsames Studium, ausdiesem leicht bewegten Element einen Moment auf-zugreifen, der es so natürlich darstellt, wie es derMaler im gegenwärtigen Bild gethan hat; mögenunsere jungen Akademiker an solchem Fleiße sich einBeispiel nehmen. Wir halten das gegenwärtige,wenn gleich nur kleine Bild, wenn auch nicht fürein vollendetes Meisterwerk, denn da möchte nochmanches gegen die Staffage zu erinnern sein, dochfür eine kostbare Studie über einen Gegenstand, dernoch so wenige gute Bearbeitung gefunden hat; undist gleich der Preis des Bildes zu 670 Thlr. vondem Anfertiger etwas hoch angegeben, so hatte doch