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Barbar, ebenso roh und wild in seinen Schandtha-ten gegen das, was er seinen Kräften unterwürfigfühlt, als demüthig und zerknirscht in seiner Anbe-tung vor dem, wns er als höheres Wesen anerken-nen muß.
Die ganze Darstellung ist gräßlich erhaben, Ab-scheu erregend wahr; der Maler selbst scheint diesgefühlt zu haben, und deshalb, so wie er auf dereinen Seite durch die Aufnahme von Weibern undKindern in die Scene den Eindruck verstärkt hat, aufder andern durch Kleiderpracht und Schmuck eineMilderung zu bewirken die Absicht gehabt zu haben.Allein diese Klciderpracht, dieser Schmuck und dieseWaffengattungen, welche wir in dem Bilde ange-häuft finden, scheint uns gerade tadclnswerth. Istcö zwar wahr, daß das 15. Jahrhundert nicht armin dieser Beziehung gedacht werden kann, war fernerauch böhmischer Adel in Ziska'S und Rasa's Haufen,und darf man endlich wohl annehmen, daß jene räu-berischen Banden überall geplündert und mit deinBesten sich geschmückt haben; so ist es doch ebenfallsauch wahr, daß eine Zusammenstellung von asiati-schem Lurus neben Zentnerschweren deutschen Kampf-rüstungcn, eine Anhäufung von so heterogenen Waf-fengattungen als da sind: Lanzen, Piken, Hellebar-den, Morgensterne, Bogen, Armbrust, Gewehre,Aerte, Dolch, Krnmmsäbel rc. keine Rechtfertigungfinden könne, namentlich ist der Stahl umpanzerteKrieger im Vorgrunde mit seinem schön eingelegtenGewehre auf dem Rücken, den Bogen in der Hand,eine an sich verfehlte Darstellung, ganz davon abge-sehen, daß die Jahre 14l9 bis 1437, in welchen dieHnssiten wüthcten, keine Fcuergcwehrc, und am wc-