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16. Motive aus der Eifel von Karl. Fried.Lessing aus Wartcnberg. Wir halten diesenMaler für den besten der Düsseldorfer Schule. Dasgegenwärtige Bild stellt uns einen grossen Bcrgkcgcl,ganz in der Formation der Eifelgcbirgc dar; bedeu-tende Massen, vertikal hinanstrcbcnd, aber nicht starr,sondern gerundet und zersetzt, kurz, längst vornbcrgc-gegangene vulkanisch-wilde Formen "), neben junger»Gebirgsbildungen. Darunter liegt eine weite Land-schaft , in deren Vorgrund wir einen See und eineweite Stadt erblicken. Es ist eine Stadt mit allenihren Hangenden und schiefen Häusern, mit ihrenwinkeligen und holprigen Straßen; ein See, dessenWasser die Natürlichkeit selbst ist, und wer nur je-mals die Eifel sah, wird dem Maler das Zcugnißgeben, daß er deren Gebirge, ihr Eolorit und ihreVegetation genau studirt hat. Das Bild ist durch-aus gelungen bis auf die mit Umsicht und Geschmackgeordnete Staffage, aber es ist zu matt; wir bewun-dern die Genauigkeit und — vermissen das Leben.
17. Das Kloster, Landschaft von demselben.Don einer, gegen den hell erleuchteten Aethcr scharfabgcschnittencn Anhöhe schaut ein düsteres Klosterauf ein waldbcwachsencs Thal, ein Klosterbruderund Chordiencr schreiten von der Höhe in den Vor-grund hinab, Kranken das Viaticum zu bringen.Der Klosterbruder gehört zum Orden der Franziska-ner, das vcrrath seine braune Kutte und die Tonsurseines Hauptes. Die Kirche aber, welche man aus
*) Ein Berlinerrecensent, sieht allenthalben, und auch hier,Quadersandsteine (!!!).