6. Das Vieh, welches Carl Grabau ausBremen zeichnet und malt, macht seinem LehrerSimmlcr alle Ehre.
7. Graf Eberhard der Rauschebart von An-ton Greven ans Köln, nach einem Gedichte vonUhland. Es ist der Moment von dem Maler dar-gcstellt, wo der Sohn des alten Rauschebart nacheinem unglücklichen Kampfe, worin alle seine Rittergefallen sind, und er selbst nur durch die Fluchteinem gleichen Schicksale entgangen ist, zum Vaterkommt, und dieser, da cs gerade Mittag war, stattalles andern Empfangs, stumm ohne nur ein Wortzu sagen, das Tischtuch zwischen sich und dem Sohnedurchschncidet, um ihm sein Mißfallen und seine Un-zufriedenheit über seine Feigheit an den Tag zu le-gen, wie cs denn bekanntlich ein charakteristischerZug des Mittelalters war, sich symbolisch auSzudrü-cken. — An der einen Seite des Tisches in einemgothischen Gemache sitzt der Sohn, ein kräftigerMann, der aber durch die Last seines Kummers nie-dergebcugt, stumm in sichtbarer tiefer Bctrübniß dieAugen auf den Boden heftet. Ihm gegenüber stehtan der andern Seite der greise Vater, mit unerbitt-licher Hand das Tischtuch zerschneidend, zum Zeichen,daß alle Gemeinschaft zwischen ihm und dem Sohnein Zukunft aufgehoben sei. — Wenn wir den Kreisvon Dichtungen berücksichtigen, worin Uhland dieThaten dieses Ritters besang, so erscheint er unszwar auch hier als ein strenger, rauher Krieger,aber doch nicht so, als ob er ganz das Vatcrgcfühlfür den Sohn verläugnen könne. Dieser Hohn, dieseVerachtung, die sich in den Mienen des Alten ab-spicgelt, findet wehl in den Worten des Gedichtes