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zusammen finden. Nirgend scheint mir eine cvllegia-lische Verfassung nothwendiger. Wir bedürfen Starke,Tiefe, Umfang, Mannigfaltigkeit und Klarheit, einereprodncircnde und freie Einbildungskraft, Geschmackauf Allgemeinheit der Gefühle gegründet, Urteils-kraft, von Vernunft und Gewissen getragen, immergespannte Thätigkcit und vollendete Technik. Esmuß sich das Lebendige an dem Regelstrengen, dasHeftige an dem Kalten, das Ertreme an dem Ertrc-mcn mildern, eine bestimmte, verständliche kräftigeund edle Sprache muß das Verbundene verschmelzen;cs muß uns Ideelles und Reelles, Individuelles undUniverselles handlich sein. Wir sind diese Kritik derSchule schuldig, wir müssen sie schon der Lehrerwillen veranstalten, damit diesen das schwere Amterleichtert werde. Aber die Kräfte? — Sie werdennicht fehlen. Es ist ja alles der Einigkeit so leicht,laßt uns doch einig sein, laßt uns doch anfangcn!Die Ausstellung ist zu gewissen Zeiten nur denjenigenoffen, welche zu der zu schaffenden Gcsammtkritikbeitragen wollen. Wer zu dieser Zeit Eintritt fin-det, muß sein Urthcil über die Kunstgcgcnstände ge-ben. Es wird so lange diskutirt, bis man überdie äußersten Gründe einig ist. Die Gründe werdenmit dem Resultat gedruckt, letzteres entscheidet auchüber den Ankauf der Kunstproducte. Man wird rechtvieles gegen meinen Vorschlag cinzuwendcn haben,man wird von Schulmeisteren und von Gedanken-zwangsjacken sprechen und wird nach wie vor beider Behauptung stehen bleiben, cs möge ein jedereine Kritik schreiben, so gut er könne. Sollte manauch wohl dabei vergessen, daß jede Kritik, welcheihren Anforderungen nicht genügt, tiefe RcchtSvcr-