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nisse nach Mitwirkung der stolze Sinn des Indivi-duums sich mildere. Wie das bürgerliche Wohn-haus sein Vortreffliches hat, und ihm seine beschei-dene Wirksamkeit der Pallast recht oft neiden mag:so hat auch dieser sein Vorzügliches und Erhabenes,an dem die Seltenheit sehr oft ihren Anthcil habendürfte. So wenig aber in einem Wohnhanse einPallast gebaut werden kann, so wenig ist der schlichteProsaiker zum Dichter, der Convcrsationsmalcr zurHistorie zu bilden.
Die richtige Weise, wie ein Schüler zur wahrenKnnstbildnng gefördert wird, folgt hieraus von selbst.Die schlummernden Vermögen des Menschen sollengeweckt, zur Thatigkcit veranlaßt, und durch dieVereinigung des Reellen und Ideellen Vernunftund Phantasie in Harmonie gebracht werden, da-mit die innere Anschauung immer lebendiger hcr-vortrctc, und ihre Darstellung der Technik leichterund besser gelinge. Jede Erziehung darf daher zwarmethodisch, aber sic muß individuell sein; cs bedarfeines Eingehens in die Fähigkeit jedes Einzelnen.So weit die starre Regel ansreicht, gelingt allesleicht; aber wo das freie Schaffen anfangt, ist allesschwer und mühselig. Von da an ist alle Anweisungschädlich, sobald sie nicht die Schöpfung von demInnersten desjenigen auffaßt, der sie vollbringt. Beidem jetzigen Stande der Dinge ist dieses schwierigund beziehungsweise unmöglich; cs kann darum nureine Methode Platz greifen, welche über die allge-meinen Verhältnisse des Künstlcrlcbcns hinschwcbt,die aber für den Einzelnen, der Beruhigung für seineZweifel wünscht, die ihm mächtig die Brust bewegen,und der sich bei der Fülle der geistigen Lebenskraft,
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