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Werks, aber das Größte ist doch nur möglich, undvon jeher möglich gewesen, wenn die geniale Behand-lung zugleich den bedeutendsten Stoff ergriffen hatte.Dies lehrt die Geschichte der Kunst; ihre großenWerke aus jenen glücklichsten Sphären-sind es eigent-lich, die ihren Bestand verbürgen.
Flüchtig und wechselnd ist der Geschmack des Ein-zelnen, bei weitem dauernder und beständiger sind dieNeigungen, die Begriffe und Gefühle, zu denen dasöffentliche Kunstwerk reden will. Die Verführungeneiner weichlichen Mode, die Anreizungen eigenerBizarrerie, wird der Künstler, welcher an einemöffentlichen Werke arbeitet, mit besonderer Strengeabznwciscn sich getrieben fühlen. Es wird ein An-trieb mehr vorhanden sein, den ernsten und strengenStyl in der Darstellung zu bewahren, das Charakte-ristische der Gestalten und Compositionen nicht indas wiükührlich Ersonnene ausschweifcn zu lassen.
Wenn uns aus den Werken der Griechen undItaliener neben dem außerordentlichen Genie derKünstler der typische Charactcr dieser Werke so chr-furchtgcbietend ansieht, wenn jene Meister in ihrenDarstellungen vom erhabendstcn bis zum niedrigstenCharakter hinab immer bestimmte Grundformen undGrnndzüge festgehaltcn haben, so können wir zwardiese Erscheinung erklären; wir werden aber kaumirren, wenn wir zu Letzteren auch den rechnen, daßjene großen Meister, da sic hauptsächlich nur darzu-stcllcn hatten, was das ganze Volk und dessen ge-meinsamen Gesichtskreis ergreifen sollte, immer dieNothwcndigkeit besonders stark empfinden mußten,sich diesem allgemein-gültigen und verständlichen Kreisenahe, und die Willknhr ihrem Schaffen fern zu