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Schadow das Dircctoramt, der vom Staate dazuberufen war.
Der lange glückliche Friede erlaubte cs dem mitWünschen gesegneten Erdensohne auch nach einerästhetischen Behaglichkeit den schmachtenden Blick zuwerfen. Mit Wohlgefallen sah er das schöpferischeLeben der Kunst sich entwickeln, und von ihren Lo-ckungen verführt, darbte er der materiellen Gcnuß-gierdc, soweit sie nicht schon gesättigt war, ein win-ziges Thcilchcn ab, um es für die Verwirklichungeiner transcendentalen Malerei zu opfern. Rheinlandund Wcstphalcn, welches von jeher durch seine Wohl-habenheit und durch seine von der Lage begünstigteBildungsstufe dem ästhetischen Menschen mehr zn-wcndcn konnte, als die Menschenkinder im übrigenDeutschland, und welches mit Stolz auf die Epochender Kunst zurücksah, welche herbcizuführen den Vor-eltern nicht schwer geworden war, dachte nicht andie Schande, wenn die Geschichte einst aufzcichnenwerde, der Egoismus habe am Rhein die Kunstge-schichte geschloffen, der materielle Mensch habe dortden geistigen aufgczchrt, sondern cs dachte an denWerth des rein geistigen Wirkens, und es nahm dieKunst auf, wie man eine Heilige anfnimmt, wohlkennend das gewaltige Gewicht, welches die voll-kommene Tochter des Himmels für Leben, Sitte undBildung hat. Rheinland und Wcstphalcn stifteteeinen Verein, welcher durch jährliche Beitrage eineSumme anfzubringcn versprach, die zur Unterstützungder Kunst verwendet werden sollte.