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Schriftsteller das Empfundene lebendig darzustellcnvermag. Dazu ist jeder Gefühlsmensch schwer füreine höhere Wahrheit zugänglich; das, was ihm ein-mal richtig scheint, bleibt es ihm fast immer, da eralles nur unter das Gefühl zu subsummircn, und keinehöheren Erkenntnißqucllcn zu begreifen im Stande ist.Seine niederen Fähigkeiten, durch die er mit demHaufen vermöge der niederen Stufe, auf welcher die-ser seiner Natur nach steht, sympathisirt, sind in sichabgeschlossen, und daher schwer überwindlich, sie sindleicht beleidigt und daher zu einer ruhigen Verhand-lung selten geeignet, sic sind unwahr, weil sic mitjeder Ansicht wechseln, und sie sind dennoch fast all-mächtig, da, wie es auch die Bibel im Höhen: Wort-verstandc sagt, viele berufen, aber nur wenige aus-erwählt sind.
Die kritische Geißel, unter welcher die DüsseldorferSchule, die größte Zeit ihres Bestehens, zngebracht hat,schwankte zwischen übergroßem Gefühl und Redensart.Zuweilen zwar erhob sich eine mächtige Stimme, undsuchte einzulenken und auszusöhncn, aber sic verhallte,sic mußte verhallen, denn sie hatte nicht Lust vor einemauf der einen Seite eraltirten, auf der andern Seite fastganz thcilnahmlvsen Publikum einen Strauß mit einemUnding zu bestehen, welches sich einmal in dem lusti-gen Wahn verfangen hatte, eine lebendige vbjcctiveAesthctik zu sein''). Wer auch nur in Gedanken sol-cher Objektivität entgcgcnstrebtc, hieß schon ein argerSünder, und wagte er, sich zu äußern, so mußte er
Wie abgeschmackt wurde z- B- dieses Jahr A. S. in derDüsseldorfer Zeitung beurlheilt!