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wcgcnes. De Montaigne vermochte einen gewissen ab-gcstecktcn Kreis des Handelns nicht zu überschreiten.Er hatte keine Sympathie für RäsonncnicntS irgendwelcher Art, welche rein ans die Unterlage der Ein-bildungskraft gebaut waren; er konnte Plato nicht ans-ftchcii, und er war taub gegen das beredte Gcsäusclund Geflüster alles dessen, was in der Poesie über-.zart, in der Philosophie mystisch lautete.
Maltravcrs dagegen, ohne die Vernunft geringzu schätzen, suchte ihr immer mit der Einbildungskraftzu Hülfe zu kommen, und hielt alle Philosophie fürunvollständig und unbefriedigend, die ihre Forschungenauf das Bekannte und Gewisse beschränkte. Er liebtedas Jndnktionsverfahrcn; aber er wandte cs ebensoauf dem Gebiete der Hypothesen als des Thatsächllchcnan. Er behauptete, durch eine solche Kühnheit scpc»alle Triumphe der Wissenschaft wie der Kunst erreichtworden - ein Newton, ein CopcrnikuS würden Nichtsgeleistet haben, wenn sic nicht neben dem schließende»Verstand auch Einbildungskraft besessen, wenn sic nichtebensowohl crrathen als bewiesen hätten. Ja cs warein Licblingsgrnndsatz von ihm: Die wahre Seele derPhilosophie scy die Hypothese. Er setzte das unbe-dingteste Vertrauen in die Operationen eines tüchtigund regelmäßig gebildeten Geistes und Gcmüthcs, undwar der Ansicht: bei Menschen, die durch Erfahrungund Studien recht geschult scpcn, müssen selbst dieExtravaganzen des Gefühls und des Denkens amEnde zu etwas Nützlichem und Großem führen. Aber