Druckschrift 
3 (1838)
Entstehung
Seite
41
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fleckenlosen Glanzes erreicht, daß der leiseste Hauch,der den Namen eines andern Mannes gar nicht berührthätte, ans den scinigen eine unanslöschlichc Makel ge-bracht haben würde. Da er darnach strebte, strengerzu sepn als der Kirchcnmann, und als großes Orakelbei Allen galt, welche die Kirchcnmänncr als lau an-sahcn, wurde sein Wandel von der ganzen Geistlichkeitder orthodorcn Kathedrale genau beobachtet -- eswaren brave Leute, ohne Zweifel, die aber nicht nachdein Ruhme von Heiligen trachteten und eifersüchtigdarüber waren, daß sic von einem Laien, einer Au-torität der Scktircr, sollten so offenbar verdunkeltwerden. Andrerseits legte die eifrige Huldigung, bei-nahe Verehrung, die ihm von seinen Anhängern zuThcil ward, seiner Tugend einen Zwang ans, der,wo nicht über menschliche Kräfte, so doch über diescinigen ging. Denn die Bewunderung, heißt csirgendwo sehr treffend, ist eine Art von Aberglauben,welcher Wunder erwartet. Don der Natur hatte dieserEhrenmann einen ziemlich reichlichen Anthcil sinnlicherTriebe und Neigungen empfangen; er hatte starkeLeidenschaften, er war von Temperament ein Sensna-list. Er war ein Freund von gutem Essen, von gutemWein, von den Frauen. Die beiden ersten, Segnungendes fleischlichen Lebens sind nicht unverträglich mit derHeiligsprechung; aber St. Antonius hat bewiesen, daßdie Frauen, wie engelhaft immer, doch nicht geradedie Klaffe von Engeln sind, mit welchen Heilige ge-fahrlos Umgang pflegen dürfen. Wenn er also ie